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Umfrageergebnisse Dienstleistungsportal

Präsentierten die Ergebnisse im Rathaus: Die Gruppe der Studierenden.
Präsentierten die Ergebnisse im Rathaus: Die Gruppe der Studierenden.

Digitalisierung der Verwaltung ist gewünscht!

532 Sendener Bürgerinnen und Bürger machten mit. Sie gaben Ihre Meinung während einer Umfrage kund und nutzten die Chance, so die zukünftige Gestaltung eines Bürgerdienstleistungsportals zu beeinflussen. 328 Fragebögen wurden online ausgefüllt, 204 per Fragebogen auf dem Maifest und im Bürgerbüro beantwortet.
 
Im Rahmen eines Studienprojekts hatte eine Gruppe von 10 Studierenden der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) in Münster die Befragung der Sendener durchgeführt. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung erarbeiteten die Studenten ein Projekt zu dem Thema: „Ein Bürgerdienstleistungsportal für die Gemeinde Senden“. Jetzt legten Sie die Ergebnisse vor:

Bürgerdienstleistungsportal ist gewünscht
Mehr als 75 Prozent der Befragten ist bereit ein solches Onlineportal zu nutzen. Nur etwa 13 Prozent sprechen sich dagegen aus. Einige Gründe für die Ablehnung werden genannt. Sie lassen sich in drei Bereiche einteilen: Entweder besitzt jemand keinen Internetzugang oder es gibt Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Das dritte Argument, das gegen die Nutzung des Portals angegeben wurde, war dass der persönliche Kontakt zum Bürgerbüro fehlen würde.

Besonders Ausweis- und Passangelegenheiten gerne online
Die Studierenden fragten auch ab, welche Dinge die Menschen in einem solchen Portal erledigen würden. 68,5 Prozent aller Befragten wünschte sich die Möglichkeit, Ausweis- und Passangelegenheiten online bearbeiten zu können. Auf dem zweiten Platz landeten die Abfallangelegenheiten mit 56,3 Prozent und auf dem dritten (55,2 Prozent) die An-, Ab oder Ummeldungen von Fahrzeugen.  Die Grafik zeigt die komplette Auswertung der Frage.

Direkter Draht bei Fragen oder Schwierigkeiten
„Die Bürger favorisieren eine Ansprechperson per Telefon um auf Fragen direkt, schnell und zuverlässig Antworten zu erhalten. Diese Möglichkeit wurde von 75,7 Prozent der Befragten ausgewählt“, so fassen die Studierenden es in ihrem Bericht zusammen. Gefolgt von der Option per E-Mail mit 65 Prozent, per Chat (35,8Prozent) oder per Videotelefonie (13 Prozent) Kontakt aufzunehmen.

Auswertung nach Altersgruppen
Die Befragten verteilten sich recht gleichmäßig auf die verschiedenen Altersgruppen. Die unter 20 und über 70-jährigen sind mit ca. 5 Prozent zwar geringer vertreten als die der anderen Gruppen, aber da sie ähnlich stark vertreten sind, lässt sich die Befragung gut auswerten.  Die Projektgruppe hat drei ähnlich starke Altersgruppen gebildet. Die Befragten bis 29 Jahre, die Befragten von 30 bis 59 und die Befragten, die älter als 60 Jahre sind.

Die bis 29 –jährigen gelten als besonders onlineaffin und dementsprechend fielen auch die Umfrageergebnisse aus. 81 Prozent dieser Altersgruppe möchte ein Dienstleistungsportal nutzen (im Vergleich zu 75,7 über die gesamte Befragung).
Im Gegensatz dazu lehnten in der Altersgruppe der über 60-jährigen die Nutzung eines solchen Portals mit 23 Prozent ab (über die gesamte Teilnehmerzahl waren es nur 13 Prozent).

Ausblick:
„Die Studenten haben die Ergebnisse Ende Juni präsentiert. Diese werden mit Sicherheit die Gestaltung eines Sendener Bürgerdienstleistungsportals beeinflussen“, ist sich Niklas Esser sicher. Der Wirtschaftsförderer betreute das Projekt seitens der Verwaltung gemeinsam mit Holger Bothur( Fachbereichsleiter Bürgerservice und Ordnung). Bothur weist darauf hin, dass sich nicht alle Wünsche der Befragten auch direkt umsetzen lassen: „Zum Beispiel sind ausgerechnet bei den Ausweis- und Passangelegenheiten die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Online-Abwicklung noch nicht geschaffen. Bei einigen Punkten, wie beispielsweise der Hundesteuer, müssen wir einheitliche Formulare verwenden und uns dazu mit anderen Kommunen abstimmen. Dafür kann es in anderen Bereichen schneller gehen.“ Daher prüft die Verwaltung zurzeit eine Lösung, bei der verschiedene Module nach und nach aufgenommen werden können.

Hintergrund:
In einem Bürgerdienstleistungsportal werden online Verwaltungsleistungen gebündelt angeboten, die den Gang zum Rathaus unnötig machen können, wie z.B. die Verlängerung des Führerscheins via Internet.
Die Gemeinde Senden treibt die Digitalisierung mit mehreren Projekten voran. Mit den Ergebnissen dieser Umfrage soll sowohl die Akzeptanz für ein Bürgerdienstleistungs-portal ermittelt werden, als auch die die potenzielle Nachfrage. Speziell interessiert die Verwaltung natürlich, welche Dienstleistungen besonders schnell online zur Verfügung stehen sollten. Mit den gewonnen Ergebnissen kann das Portal besser an die Wünsche und Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger angepasst werden.

Die Studierenden
Nora Brands, Kevin Busche, Jessica Dietz, Lea Drewer, Isabell Hörnschemeyer, Pia Krandick, Kim Marie Löwemann, Lydia Mensing, Melissa Justine Näckel, Stephanie Prott.