Gemeinde Senden

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Altes Zollhaus

Das Alte Zollhaus in Senden ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Werte erhalten und historische Gebäude zu einem Zentrum für das gesellschaftliche Leben in einer Kommune werden können. Außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement und die finanzielle Unterstützung durch ein Förderprogramm von Bund und Land NRW machten es möglich, das Haus zu einem Ort der Begegnung, des Miteinanders und des Austauschs zu machen.

Eckdaten der Baumaßnahme

Die Baumaßnahme begann mit der Planungsphase Anfang 2019 und konnte wie beabsichtigt Ende 2021 fertig gestellt werden. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme wurden vor dem Baubeginn auf etwa 2,7 Millionen Euro geschätzt. Derzeit kalkuliert die Verwaltung mit Baukosten von rund 3,3 Millionen Euro inklusive der Außenanlagen. Knapp 2 Millionen Euro davon deckten Mittel aus dem Förderprogramm, „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ das aus Landes- und Bundesmitteln gespeist wird. 

Beispielhaftes ehrenamtliches Engagement

Nicht nur während des gesamten Zeitraums der Modernisierung beteiligten sich viele Menschen an den Arbeiten. Vor allem der Heimatverein Senden brachte unzählige Arbeitsstunden an Eigenleistung ein. Aber auch andere Vereine und Einzelpersonen engagierten sich bei Arbeitseinsätzen und trugen erheblich dazu bei, die Baumaßnahme umzusetzen. 

Die Gemeinde Senden bleibt Eigentümerin des Hauses. Auch nach Abschluss der Arbeiten haben sich aber Ehrenamtliche bereit erklärt, sich weiter um das Alte Zollhaus und die Organisation der Nutzung und den Betrieb des Gebäudes zu kümmern. Dazu wurde eigens eine Stiftung „Altes Zollhaus“ gegründet.  Diese ist auch Ansprechpartnerin für potenzielle Nutzergruppen.

Haus für Veranstaltungen nutzen

Sendener Vereine und gemeinnützige Organsiationen sollen die vorrangigen Nutzer des Alten Zollhauses sein. Auch kulturelle Veranstaltungen können dort stafftinden. Eine Nutzung für kommerzielle Zwecke ist nicht möglich; das ist eine Vorgabe aus dem Förderbescheid. 

Die ersten dauerhaften Nutzer sind bereits eingezogen: Das "Büro EhrenWert" und die Flüchtlingshilfe Senden haben jeweils ein Büro im Erdgeschoss. Das denkmalgeschützte Gebäude ist barrierefrei. Ein Kabinenlift ermöglicht das Erreichen der Räume im Obergeschoss. Neben zwei Büroräumen befinden sich im Erdgeschoss noch der sogenannte "Blaue Salon" sowie ein Kaminzimmer. Im Obergeschoss gibt es einen großen Saal für bis zu ca. 90 Personen, ein weiteres Büro und einen Gruppenraum. Ebenso steht auf jeder Etage eine Küche zu Verfügung.

Fragen zur Nutzung? 
Bitte wenden Sie sich an Agnes Wiesker als Ansprechpartnerin der Stiftung unter 0171 6169762 oder a.wiesker(@)icloud.com.

Werte erhalten

Das „Alte Zollhaus“ hat für Senden eine herausragende ortshistorische Bedeutung. Es stammt aus dem Jahr 1587 und ist mit Abstand das älteste Gebäude im Ortskern. Dieses wertvolle Bauwerk konnte dank einer Förderzusage aus dem Sonderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ erhalten und ausgebaut werden. Knapp 2 Millionen Euro fließen aus dem Programm, das aus Landes- und Bundesmitteln gespeist wird.

Das Alte Zollhaus soll nach dem Erwerb, der Sanierung und dem Umbau durch die Gemeinde Senden allen Einwohnerinnen und Einwohnern als eine öffentliche Einrichtung zur Verfügung stehen. Ziel ist es, es zu einem Zentrum des gesellschaftlichen Lebens sowie des bürgerschaftlichen Engagements zu machen.

Namenswechsel von "Haus Palz" zum „Alten Zollhaus“

Die Gemeinde suchte 2019 gemeinsam mit dem Heimatverein Senden e. V. nach einem neuen Namen für das älteste Haus Sendens. Zuvor hieß es „Haus Palz“. Die Sendener Bürgerinnen und Bürger hatten viele Ideen und reichten im Rahmen eines Namenswettbewerbs viele Vorschläge ein. Drei davon wurden vorab in die engere Wahl gezogen. „Über diese Favoriten haben die Ratsmitglieder in ihren jeweiligen Fraktionen beraten und sich für den neuen Namen entschieden“, erklärt Susanne Espenhahn, die den Namenswettbewerb seitens der Gemeinde betreut hat. „Der Haupt- und Finanzausschuss hat dann am 3. Dezember 2019 beschlossen, dass das Gebäude zukünftig „Altes Zollhaus“ heißen wird“.

Dokumentation Baufortschritt - Bautagebuch

Fertigstellung der Baumaßnahme

Ende 2021 fanden die letzten Abnahmen statt. Jetzt ist der Innenbereich fertig. Anfang 2022 soll noch der Außenbereich gestaltet werden. 

10.11.2020

Heimatverein reinigt historische Fliesen

Das staubt schon ordentlich, wenn zehn schwere Winkelschleifer gleichzeitig eingesetzt werden. An zehn kontaktfreien Arbeitsplätzen wurden am Wochenende auf dem weitläufigem Gelände der Familie Schulze Höping im Gewerbegebiet die historischen "Mettlacher Fliesen" vom alten Mörtelbett befreit. Am Freitag und Samstag leisteten je zehn ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger diese staubige aber lohnenswerte Arbeit. Die historischen "Mettlacher Fliesen" aus den Gründungsjahren der Firma Villeroy und Boch hatte der Heimatverein vor drei Jahren aus einer Bauerndiele eines Abrisshauses in Schölling gerettet.

27.11.2019

In der vergangenen Woche war die LWL-Archäologie im Alten Zollhaus. Der Archäologe Herr Essling-Wintzer konnte sich mit dem bauleitenden Architekten Herrn Mensen (der Arbeitsgemeinschaft Scholz Architekten und Mensen + Zora Architekten) ein weiteres Bild vor Ort verschaffen. Das Baudenkmal ist auf einem Vorgängerbau aufgebaut, möglichweise aus dem 16. Jahrhundert.

Zusammen mit der Baufirma und Fachbetrieb für Denkmalpflege Herbort aus Münster sollen Gräben im Boden gezogen werden, um die Schichtfolge zu protokollieren.

Gleichzeitig wurden schon einige Wände abgebrochen, gut erhaltenes Material seitlich gelagert, um es später wieder einzubauen. Genauso wird zurzeit der Eingang vergrößert. So kann das Gebäudeinnere auch mit einem Kleinstbagger befahren werden.

Im Dachgeschoss wurde ordentlich durch die fleißigen Helfer des Heimatvereins gesäubert und Etliches an Schütt nach außen abtransportiert. Die Firma Kleinwechter & Bröker hat sich in den vergangenen Tagen mit der Walmfläche des Daches beschäftigt. Hier wurden abgängige Hölzer demontiert, teilausgetauscht und neue Füllhölzer eingebracht. Eine besondere Herausforderung war das Einbringen des neuen Gratsparrens.

Seitens des Bauhofes wurde Beleuchtung ins Gebäude gebracht und gut erhaltene Holzteile vorsichtig abgebaut, abgefahren und sicher gelagert. Die Holztreppe im Eingangsbereich wird von Bauhofmitarbeitern in der nächsten Woche (49. Kalenderwoche) abgebrochen und entsorgt.

Allen Beteiligten ein großes Dankeschön für Ihr Engagement!





11.11.2019 Arbeiten am Dach gehen weiter

Nach den Sandstrahlarbeiten an vorhandenen Sparren und der sonstigen Holzkonstruktion im Dachraum und des vollständigen Rückbaus der Innenwände im Dachgeschoss, sind in der letzten Woche Sparrenbrüche saniert worden. Zuvor wurde die Fußpfette in Brettschichtholz eingebaut, immer in enger Zusammenarbeit mit Zimmermann und Statiker.

Am 16.11.2019 sind auch weitere Arbeiten des Heimatvereins geplant. Die letzten Holzfußböden im Dachgeschoss sollen ausgebaut werden und an der Gartenmauer zum Spitalweg muss der Putz abgeschlagen werden. Erfreulich bei den Tätigkeiten des Heimatvereins ist, dass die Baustelle nach den schmutzigen und schweren Arbeiten immer sehr aufgeräumt hinterlassen wird. Das ist nicht  selbstverständlich. Dafür ein besonderer Dank!

17.10.2019 Dacharbeiten

In den vergangenen Tagen wurden Sandstrahlarbeiten an der zukünftigen sichtbaren Holzkonstruktion im Dach vorgenommen. Dadurch wurden Rückstände und Verschmutzungen entfernt.

Nach der Demontage von Lattungen, Ziegeleindeckung, Fenster etc. ist am besten zu sehen, welche Hölzer konstruktiv unterstützt werden müssen. Dabei werden schadhafte Stellen im Holz ausgebessert oder ergänzt. Dies geschieht in enger Absprache mit dem Statiker Herrn Eggersmann (Büro Eggersmann, Warendorf), Herrn Mensen (ARGE Scholz Architekten und Mensen & Zora Architekten) und dem Zimmermann Herrn Inkmann (Fa. Kleinwechter & Bröker, Havixbeck).

Temporärer Regenschutz wird durch eine Unterspannbahn gewährleistet. Auffangnetze im Inneren verhindern das Abstürzen von Kleinmaterial. Zurzeit arbeiten zwei bis vier Zimmermänner an der Baustelle.

Am Wochenende (19.10.2019) ist wieder ein Einsatz der Helfer vom Heimatverein geplant. Hier werden unter anderem Stroh- und Putzdecken demontiert.

Von Seiten des Bauherrn: Allen Beteiligten hier schon mal ein großes Dankeschön.


07.10.2019 - Einrichtung der Baustelle
Derzeit wird die Baustelle eingerichtet, das bedeutet im Einzelnen: Das Haus wird eingerüstet, ein Kran und eine Baustellentoilette aufgestellt und ein Netz gespannt, das vor herabfallenden Teilen schützt. Dann beginnen Zimmerleute und Dachdecker am Dach des historischen Gebäudes zu arbeiten. Denn Ziel ist es, möglichst viel der anstehenden Dacharbeiten vor dem Winter erledigen zu können.

04.10.2019 - Schadstoffe beseitigt

Die Beseitigung der Schadstoffe durch die Spezialfirma konnte am Freitag (4. Oktober) endgültig abgeschlossen werden. Wie angekündigt wurde die Schadstoffbelastung anschließend geprüft. Die Baustelle konnte wieder freigegeben werden. Zusätzlich wurde viel gelüftet, so dass jetzt die Handwerker wieder an die Arbeit gehen können.

27.09.2019 - Schadstoffe entdeckt

Bei der Entfernung eines bis dahin versiegelten Parkettbodens im Erdgeschoss wurden im teer- und pechhaltigen Klebstoff unter dem Holzparkett gesundheitsgefährdete Schadstoffe entdeckt. Die Gemeinde beauftragte daraufhin sofort die Firma Exkern GmbH & Co KG mit der Beseitigung der Stoffe.

23.07.2019

Aufgrund von vielen Demontagearbeiten durch die fleißigen Mitglieder des Heimatvereins, lässt sich nun das Gildehaus historisch besser einordnen.
Mit Übereinstimmung der LWL-Denkmalpflege und dem Fördergeber wird nun
das Vierständerhallenhaus zu seinem ursprünglichen Grundriss zurückkehren.

Folgendes wird nun anders angeordnet als in der ersten Planungsphase:

-Treppe
-Eingangshalle
-Plattformlift
-Behinderten-WC
-WC-Anlage
-Abstellraum
-Veranstaltungsraum im Dachgeschoss

Nach Freilegung des Fachwerks soll dieses auch dauerhaft sichtbar bleiben und mit einer speziellen Schlämme überzogen werden.
Der bauleitende Architekt, Herr Scholz, stellte dies im Gemeindeentwicklungsausschuss am 27.06.2019 vor.

Allen Helfern, die bisher so engagiert gearbeitet haben, ein herzliches Dankeschön!

02.07.2019

Zurzeit werden die Ausschreibungen der Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten vorbereitet. In Abstimmung mit der Denkmalpflege soll der Dachstuhl sichtbar bleiben.


Zur Klärung des Aufwands und der Gestaltung der sichtbaren Dachkonstruktion mit Akustikdecke, wurde beim Sendener Zimmereibetrieb Fa. Leopold ein 1:1 Modell gebaut, das nach Angabe der Planer umgesetzt wurde.


Hierzu besichtigten die Beteiligten mit der Denkmalpflege  das Modell in der Halle. Zu sehen ist die Konstruktion des historischen Sparrens mit einem Höhenausgleich und der hellgrauen Heraklithdämmplatte, Dampfbremsfolie, Holzweichfaserdämmplatte mit Konterlatte und Traglatte. Die Dachpfannen werden diese Woche montiert und das ganze Modell zum Grundstück des Gildehauses transportiert.


So bekommt man schon mal einen Eindruck des sichtbaren Dachstuhls.

21.05.2019

Nachdem die freiwilligen Helfer des Heimatvereines schon ca. 800 Stunden am Alten Zollhaus gute Vorarbeit in Form von Demontagearbeiten an Decken, Wänden und Außenputz geleistet haben, konnte heute der Holzsachverständige tätig werden. Das für die Gemeinde Senden tätige Sachverständigenbüro Brückner aus Lüdinghausen unternahm heute eine Holz-Bohrwiderstandsmessung. Herr Brückner auch Dozent beim Handwerkerbildungszentrum in Münster konnte mit drei Studierenden des Studiengangs: „Bauen im Bestand“ das Gebäude mittels einer speziellen Messung untersuchen. Die Messung gibt Aussage über den inneren Zustand des Holzes. Liegt eine Fäule vor, hat das Holz Hohlräume und Risse? Diese Ergebnisse werden in die vom Architekturbüro  Scholz, Mensen und Zora Planungsgesellschaft erstellten Aufmaß-Pläne kartiert. Digital kann später nach Auswertung auf die Ergebnisse zurückgegriffen werden. Unteranderem das beauftragte Statiker-Büro Eggersmann aus Warendorf, heute vertreten durch den Mitarbeiter Herrn Baumann, kann so spezielle Stellen besser bewerten und entsprechende Ersatzhölzer berechnen. An dieser Stelle ein Extra-Dankeschön an die vielen Helfer vom Heimatverein und die drei Studierenden des Studiengangs „Bauen im Bestand“ vom HBZ in Münster.

Ansprechpartner

Klaus Stephan
Tel. 02597 699-301

k.stephan(at)senden-westfalen.de

 

Leistungsportfolio

Zum Leistungsportfolio der Sendener Wirtschaftsförderung gehört:

  • Die Information über das gewerbliche Immobilienangebot und Beratung bei Suche nach Gewerbegrundstücken und –immobilien (für Produktions-, Büro-, Laden- und Lagerflächen)
  • Die Information und Beratung bei Neuansiedlungen, Betriebsverlagerungen und Betriebserweiterungen
  • Die Begleitung und Unterstützung bei Genehmigungsverfahren in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus dem Fachbereich Bauen und Planen (einschließlich Herstellung von Kontakten zu übergeordneten Fachbehörden und anderen Einrichtungen)
  • Die Unterstützung in der Gründungsphase in Kooperation mit der wfc, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerksammer
  • Die Information über Existenzgründungs- und Fördermittelberatung (> Erstkontakt und Weitervermittlung an die zuständigen Stellen)
  • Die Unterstützung bei der Fach- und Nachwuchskräftegewinnung durch Kooperationen mit Schulen, Unternehmen und Verbänden (Wirtschaft-Schule-Partner)
  • Die Durchführung von regelmäßigen Unternehmensbesuchen und Initiierung von Netzwerktreffen
  • Die Vermittlung zu Technologie-Transferstelle, Hochschulen, Forschungseinrichtungen
  • Die Durchführung von Informationsveranstaltungen in Kooperation mit den örtlichen Gewerbevereinen
  • Die Entwicklung / Koordination von Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur (z.B. Förderung des Breitbandausbaues, Ortskern- und Einzelhandelsentwicklung, Fortentwicklung von Gewerbegebieten)
  • Informationsdienst für Wirtschafts- und Strukturdaten, Öffentlichkeitsarbeit und Standortmarketing