„Wohnangebote für ältere, pflegebedürftige Menschen in Ottmarsbocholt"
Auf einem kommunalen Grundstück an der Kirchstraße in Ottmarsbocholt möchte die Gemeinde Senden Wonangebote für ältere, pflegebedürftige Menschen bauen lassen. Diese sollen durch Architekten geplant, von Investoren finanziert und durch Betreibende langfristig betreut werden. In einem Auswahlverfahren konnten sich Gemeinschaften aus den genannten Projektpartnern um den Zuschlag bewerben.
Bauantrag in Vorbereitung, Baubeginn voraussichtlich Anfang 2027

Konkret sollen hier eine Tagespflege mit 14 Plätzen im Erdgeschoss und eine Pflegewohngemeinschaft mit 12 Plätzen entstehen. Darüber hinaus sind insgesamt zehn barrierefreie Wohnungen geplant, fünf davon in einem separaten Gebäude. Umgesetzt wird dieses Projekt von einer Anbietergemeinschaft. Sie besteht aus dem Architekten Sascha Werth, dem Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. als Betreiber für eine Tagespflege und dem Sozialwerk St. Georg als Betreiber für eine weitere Pflege-Wohngemeinschaft.
Bauantrag in Vorbereitung
Das Grundstück gehört der Gemeinde, soll aber in Kürze an den Architekten Sascha Werth veräußert werden. Die Feinabstimmung für den Grundstücksverkauf läuft derzeit. Sascha Werth skizziert den aktuellen Stand: „Die Planungen werden momentan so aufbereitet, dass der Bauantrag gestellt werden kann. Wir halten einen Baubeginn Anfang 2027 für realistisch. Die Fertigstellung könnte dann im Frühjahr 2028 erfolgen.“ Parallel dazu würden bereits Gespräche mit den Interessenten für die Pflegeangebote geführt. Dabei gehe es beispielsweise um die Ausgestaltung der Mietverträge, so Werth weiter.
Informationen zum Projekt
Auswahlverfahren
Bereits im Jahr 2020 wurde ein Auswahlverfahren begonnen und zunächst erfolgreich abgeschlossen. Es setzte sich ein außergewöhnlich guter Beitrag mit Abstand durch. Allerdings wurde das Projekt nicht umgesetzt. Grund ist vor allem die veränderte wirtschaftliche Situation. Die geänderten Rahmenbedingungen haben dazu geführt, dass sich die Investorin, welche zeitgleich auch Betreiberin geworden wäre, außer Stande sieht, das Projekt wie geplant umzusetzen. Unterschiedlichste Lösungsansätze aus der Verwaltung führten nicht zum Ziel. Daher wurde Ende 2024 ein zweites Auswahlverfahren durchgeführt.
Hohe Anforderungen an das Gebäude und das Angebot
Kerstin Ueding, Leiterin des Sachgebiets Bauverwaltung, betreut das Verfahren seitens der Verwaltung und ergänzt: „Das rund 1800 Quadratmeter große Grundstück liegt an der Ecke Kirchstraße / Davertweg. Die Fläche ist derzeit im Eigentum der Gemeinde und soll im Rahmen des Neubauprojekts verkauft werden“, so Ueding weiter. Sie weist darauf hin, dass sich die neu entstehenden Gebäude gut in das bestehende Bild des Ortskerns eingliedern und architektonisch von hoher Qualität sein sollten. Zwischen 12 und 24 Menschen sollen hier später ein zu Hause finden. Die Projektbeschreibung sieht zwei weitere wünschenswerte Aspekte vor, die mögliche Bewerber erfüllen sollten: Einerseits sollten die Plätze auch für finanzschwache Menschen zugänglich sein. Außerdem sollte auf der Fläche ein ergänzendes Angebot mitgeplant werden, etwa seniorengerechte Wohnungen, ein Café, ein Hospiz oder eine Tagespflegeeinrichtung. Die Tagespflege wird besonders gewünscht und würde das Pflegeangebot sehr gut ergänzen.
Alternative Wohnangebote schaffen
Beigeordneter Holger Bothur erklärt, was genau das Ziel dieses Projekts ist: „Die Wohnangebote sollen im Vergleich zu großen Altenwohnheimen eine weitgehend „normale“ Wohnsituation ermöglichen. Pflegebedürftige Menschen wohnen zusammen, bleiben aber so selbständig, wie es individuell möglich ist. Der Betreiber vergibt die Zimmer an die Bewohner und stellt das erforderliche Pflegepersonal. Darüber hinaus gibt es gemeinschaftlich genutzte Räume wie zum Beispiel Küche und Wohnzimmer. Anders als in selbstverantworteten Wohngemeinschaften unterliegen diese einer Heimaufsicht und sind an Qualitätsstandards gebunden. In den Wohnangeboten sollten später Menschen bis zum Pflegegrad 5 betreut werden können.
Dokumente für das 2. Auswahlverfahren
Ansprechperson

Kerstin Ueding
Tel. 02597 699-323
k.ueding(@)senden-westfalen.de


















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