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Radwege verbessern? Helfen Sie mit!

Machen Sie mit, damit es beim Radeln rund läuft im Kreis Coesfeld.
Machen Sie mit, damit es beim Radeln rund läuft im Kreis Coesfeld.

Bürgerbeteiligung erbeten
Bis zum 24. März  können alle Bürgerinnen und Bürger auf einer interaktiven Karte im Internet ihre Anregungen und Verbesserungsvorschläge zum Alltags-Radwegenetz im Kreis Coesfeld abgeben. Dazu wurde eine Online-Beteiligungsplattform mit der Internetadresse www.fahrrad-coesfeld.de eingerichtet.

Radverkehrskonzept wird entwickelt
„Dieses für uns sehr wichtige Bürger-Feedback fließt dann in das Radverkehrskonzept ein, das der Kreis derzeit gemeinsam mit den Städten und Gemeinden erarbeitet“, berichtet Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, der auf eine rege Beteiligung hofft. Denn das Fahrrad spielt im Kreis Coesfeld seit jeher eine große Rolle. Und da mittlerweile immer mehr elektrisch unterstützte Pedelecs unterwegs sind, wird das Fahrrad noch stärker zur kostengünstigen, gesundheitsfördernden und klimaschonenden Alternative für die tägliche Fahrt zur Arbeit oder zur Schule. Um den Umstieg vom Pkw aufs Fahrrad zu erleichtern, ist jedoch ein attraktives Radwegenetz mit möglichst direkten, sicheren und komfortablen Wegeverbindungen erforderlich. Der Schwerpunkt des mit Bundesmitteln geförderten „Klimaschutzteilkonzeptes Radverkehr“ liegt dementsprechend auf der weiteren Verbesserung der Verbindungen zwischen den einzelnen Kommunen im Kreis.

„Auf besonders stark frequentierten Verbindungen wollen wir gemeinsam mit allen Baulastträgern versuchen, über den üblichen Radwegestandard hinauszukommen, um den Radfahrern möglichst breite und gut ausgebaute Radwegeverbindungen anbieten zu können“, erläutert Mathias Raabe, der das Radverkehrskonzept beim Kreis Coesfeld koordiniert. So könne auch die Verknüpfung mit dem Veloroutenkonzept in der Stadtregion Münster erreicht werden, an dem vier kreisangehörige Kommunen und auch der Kreis selbst beteiligt seien, führt Raabe weiter aus.

PKW-Nutzung überwiegt
Die Mobilitätsuntersuchung 2017 hatte für den Kreis Coesfeld zwar ergeben, dass bereits 24 Prozent aller Wege mit dem Rad zurückgelegt werden – gerade im Alltagsverkehr könnten aber noch sehr viel mehr Menschen das Fahrrad nutzen. So kam bei der Befragung beispielsweise heraus, dass auch auf kurzen Distanzen der Pkw nach wie vor sehr dominant ist: 45 Prozent aller Wege zwischen zwei und fünf Kilometern werden mit dem Auto zurückgelegt, bei Distanzen zwischen fünf und zehn Kilometern sind es bereits
61 Prozent – also eigentlich Distanzen, die man problemlos mit dem Fahrrad oder Pedelec bewältigen kann.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind nun aufgerufen, auf der Ideenkarte der Onlineplattform ihre Anregungen einzubringen, etwa zu fehlenden Radwegeverbindungen, bereits bestehenden Strecken mit hoher Bedeutung für Radfahrende oder auch zu unklaren Radverkehrsführungen.

Hintergrundinformationen

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