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Kreis genehmigt Windenergieanlagen in Bösensell

Plan mit den geplanten Standorten in Senden-Bösensell
Plan mit den geplanten Standorten in Senden-Bösensell

Kreis genehmigt Windenergieanlagen in Bösensell

Der Kreis Coesfeld hat zwei Windenergieanlagen in Bösensell genehmigt. Das Unternehmen Westwind Projektierungs GmbH & Co. KG hatte den Antrag bereits im Jahr 2019 gestellt. Der Sendener Gemeindeentwicklungsausschuss hatte das Einvernehmen zu diesem Antrag am 27. August 2020 versagt. Hintergrund war der bestehende Flächennutzungsplan der Gemeinde aus dem Jahr 2003, der Windenergiebereiche an anderer Stelle ausweist.

Rechtsgrundlage wird noch geschaffen

Bürgermeister Sebastian Täger kann nachvollziehen, dass der Kreis das Verfahren nach langer Prüfung nun abschließen möchte. Gleichzeitig verweist er auf das derzeit laufende Änderungsverfahren des Flächennutzungsplans (FNP) in Senden. Das geänderte Flächenkonzept wurde am 24. Juni einstimmig von den Mitgliedern des Ausschusses für Klima, Umwelt und Mobilität beschlossen. Noch bis zum 31. August läuft die Beteiligung der Öffentlichkeit, die sogenannte „zweite erneute Offenlage“. Die dort getätigten Anregungen werden im Anschluss ausgewertet. Es ist das Ziel, der Bezirksregierung in Münster möglichst im letzten Quartal 2021 einen genehmigungsfähigen Flächennutzungsplan vorzulegen.„Ich hätte mir gewünscht, das Flächennutzungsplanverfahren zunächst vollständig abzuschließen, bevor die ersten Anlagen genehmigt werden“, so Täger. Der Bürgermeister betont allerdings, dass das laufende Änderungsverfahren durch die Genehmigung nicht beeinträchtigt wird. Dass nun Fakten geschaffen würden, überrasche ihn nicht. Es belege eher die Einschätzung des Kreises Coesfeld, dass der alte FNP massive Mängel aufweise. Daher wende ihn der Kreis gar nicht erst an. Hier zeige sich, wie dringend die gemeindlichen Anstrengungen zur Änderung des FNPs Windenergie seien, so Täger weiter.

Fläche auch im neuen Plan vorgesehen

Unabhängig von den oben beschriebenen Verfahren, passt daher die Genehmigung der Windenergieanlagen selbst zu den Planungen der Sendener Politiker. Diese haben am 24. Juni einstimmig beschlossen, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend den Ausbau der Windenergie zu steuern, d.h. zu begrenzen. Gleichzeitig soll jedoch ausreichend Raum für den Ausbau der Windenergie geschaffen werden. Hierfür ist die Flächennutzungsplanung erforderlich. Die Flächen, die nun durch Westwind bebaut werden dürfen, sollen dabei auch im neuen Flächenszenario des FNPs als Windenergiebereiche ausgewiesen werden. Und die Ziele aus der Klimaschutzresolution können nur mit Hilfe der regenerativen Energien erreicht werden, ist sich Täger sicher.

Eckdaten zur genehmigten Anlage:

Antragsteller: Westwind Projektierungs GmbH & Co. KG
Anzahl der Windenergieanlagen (WEA): 2
Höhe der Windräder: 240 Meter
Leistung: je 5,3 MW
Erwarteter Ertrag: ca. 13.000.000 kWh/Jahr je WEA
Kosten: ca. 7.825.000 Euro
Baustart: Nicht klar.
Zur Erläuterung: Nach Erteilung der Genehmigung kann sich der Genehmigungsinhaber an einer Ausschreibung gemäß EEG beteiligen. Wenn dort ein Zuschlag erteilt wird, wird mit den abschließenden Planungen begonnen.

Mehr zum Thema unter: www.senden-westfalen.de/windenergie

Leistungsportfolio

Zum Leistungsportfolio der Sendener Wirtschaftsförderung gehört:

  • Die Information über das gewerbliche Immobilienangebot und Beratung bei Suche nach Gewerbegrundstücken und –immobilien (für Produktions-, Büro-, Laden- und Lagerflächen)
  • Die Information und Beratung bei Neuansiedlungen, Betriebsverlagerungen und Betriebserweiterungen
  • Die Begleitung und Unterstützung bei Genehmigungsverfahren in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus dem Fachbereich Bauen und Planen (einschließlich Herstellung von Kontakten zu übergeordneten Fachbehörden und anderen Einrichtungen)
  • Die Unterstützung in der Gründungsphase in Kooperation mit der wfc, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerksammer
  • Die Information über Existenzgründungs- und Fördermittelberatung (> Erstkontakt und Weitervermittlung an die zuständigen Stellen)
  • Die Unterstützung bei der Fach- und Nachwuchskräftegewinnung durch Kooperationen mit Schulen, Unternehmen und Verbänden (Wirtschaft-Schule-Partner)
  • Die Durchführung von regelmäßigen Unternehmensbesuchen und Initiierung von Netzwerktreffen
  • Die Vermittlung zu Technologie-Transferstelle, Hochschulen, Forschungseinrichtungen
  • Die Durchführung von Informationsveranstaltungen in Kooperation mit den örtlichen Gewerbevereinen
  • Die Entwicklung / Koordination von Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur (z.B. Förderung des Breitbandausbaues, Ortskern- und Einzelhandelsentwicklung, Fortentwicklung von Gewerbegebieten)
  • Informationsdienst für Wirtschafts- und Strukturdaten, Öffentlichkeitsarbeit und Standortmarketing