Spielflächenkonzept für den Ortsteil Senden
Im Ortsteil Senden gibt es 34 Spielflächen. Diese sind unterschiedlich alt und recht unterschiedlich ausgestattet. Ziel des sogenannten Spielflächenkonzepts war eine Bestandsprüfung und die Qualitätsverbesserung der Spielflächen. Es wurde im April 2026 politisch verabschiedet. Hier stellen wir es vor.
Wozu dient das Konzept?

Auf der einen Seite kann wohl jede und jeder den Wunsch verstehen, dass es in Senden attraktive Spielgelegenheiten für Kinder gibt. Egal ob Rutschen, Tischtennisplatten, ein Abenteuer oder Wasserspielplatz, manchmal auch nur eine Wiese zum Fußballspielen - die Wünsche und Ideen sind vielfältig. Dabei gibt es vieles in unserer Gemeinde auch bereits. Zudem liegen immer wieder auch politische Anträge vor, um mehr oder weniger oder auch andersartige Spielplätze zu schaffen.
Auf der anderen Seite gilt es aus Sicht der Gemeindeverwaltung, sich angesichts der vielen kleinen Spielplätze nicht zu „verzetteln“. Denn all diese Flächen und Spielgeräte müssen auch besonders gut instandgehalten werden, damit die Sicherheit für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger stets gegeben ist. Und das kostet Zeit und Geld, mit dem maßvoll gehaushaltet werden muss. Ein übergreifendes Konzept soll vor diesem Hintergrund einen möglichst objektiven Blick auf die Situation im Ortsteil Senden liefern.
Übrigens: Für den Ortsteil Ottmarsbocholt gibt es ein solches Konzept bereits, in Bösensell findet auf Wunsch der Lokalpolitikerinnen und –politiker einmal pro Jahr eine Begehung der Plätze statt.
Hier können Sie sich das Spielflächenkonzept herunterladen (PDF, 12MB)
Was sind die Empfehlungen?
Das Konzept kommt zu dem Ergebnis, dass die Spielplätze insgesamt qualitativ zufriedenstellend sind. Als besonders positiv wurden die Spielplätze „Schloßfeld Ost“ und „Walskamp“ hervorgehoben. Die inklusive Gestaltung der Spielplätze im Gemeindegebiet sei hingegen verbesserungsfähig. Während der Zugang auf die meisten Spielplätze zumindest bis zu den Sitzbereichen barrierefrei möglich ist, gibt es ansonsten lediglich auf den Schulhöfen eine barrierefreie Vernetzung bis zu den Spielgeräten.
In Senden-Mitte wurde eine Überversorgung an Spielflächen ermittelt. Daher wird eine Reduzierung empfohlen. Zurückgebaut werden die Spielflächen Erlengrund am Kindergarten, Rohrkamp Nord und Süd und Schliekhege. Die Spielfläche in der „Rorups Wiese“ soll perspektivisch zurückgebaut werden, bleibt aber als Quartiersplatz erhalten. Der Spielplatz im Grottenkamp wurde aufgrund nicht mehr intakter Spieleräte bereits zurückgebaut und soll nicht mehr ausgebaut werden.
Beteiligung bei Erneuerung und Neuanlage
Dennoch ist es wichtig, auch weiter auf die Gemeindeentwicklung zu reagieren. Daher entstehen auch neue Flächen, wie zuletzt der Skatepark und in Zukunft der Spielplatz im neuen Wohngebiet Huxburg. Manche Flächen werden auch vergrößert. Das Er-gebnis: Der rechnerische Wert der Spielplatzversorgung (Spielfläche je Einwohner) ist und bleibt weit über dem Soll.
Bereits seit 1992 ist es in der Gemeinde Senden üblich, bei einer Neuplanung oder deutlichen Modernisierung der Spielflächen auch die Anwohnenden mit einzubinden. Meist geschieht dies so, dass einer Gruppe interessierter Nachbarn ein Budgetrahmen genannt wird, den sie dann ausschöpfen können, um Spielgeräte auszuwählen. Oberhaus begleitet, berät und hat die besonderen Anforderungen im Blick. Er ver-spricht: „Gerade das Thema Inklusion ist etwas, das wir in Zukunft bei der Gestaltung noch stärker in den Blick nehmen werden.“
Wie ist das Konzept erstellt worden?
Die Gemeindeverwaltung die „Hoff und Koch Landschaftsarchitektur GmbH“ beauftragt, ein sogenanntes Spielflächenkonzept zu entwickeln. Das Unternehmen sollte die Gesamtsituation der Spielflächen im Ortsteil Senden analysieren, bewerten und Handlungsempfehlungen aussprechen.
Das Konzept sollte aber nicht einfach nur aufgrund theoretischer Grundlagen quasi „am Schreibtisch“ entwickelt werden, ganz im Gegenteil. Bei der Erstellung fragte das beauftragte Unternehmen rund 110 Kinder aus Sendener Schulen nach ihrer Meinung. Dazu gab es Termine an den drei weiterführenden Schulen sowie an den beiden Grundschulen. An den Ortsteilbegehungen, den sogenannten „Streifzügen“, nahmen alle fünf Sendener Schulen teil. Die Kinder unterschiedlichen Alters wurden unterwegs zu ihren Erfahrungen befragt.Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 9. Klasse zeigten den Experten die Orte, an denen sie gerne spielen oder an denen sie Zeit im Freien verbringen, und bewerteten sie. Dabei spielten auch informelle Spielorte eine Rolle, also solche, die nicht offiziell als Spielplatz gekennzeichnet sind. Auch die Perspektive der jüngsten Sendenerinnen und Sendener interessierte die Planenden. Daher fragten sie stellvertretend die Erzieherinnen und Erzieher aus den Sendener Kitas während eines Workshops nach ihrer Einschätzung.

















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