Gemeinde Senden

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Neubau des Bauhofs

In Senden soll ein neuer Bauhof entstehen. Dazu hat die Gemeindeverwaltung ein Grundstück südlich des Sendener Klosters im Gewerbegebiet an der Siemensstraße von der katholischen Kirche erworben. Der Neubau wird circa 4,8 Millionen Euro kosten, wobei die Kosten für die Außenanlagen und die Einrichtung noch nicht eingerechnet sind.

Stützen und erste Wände stehen

Bis zum Jahresende sollen sie fertig sein: Die Gebäude des neuen Bauhofes der Gemeinde Senden. Ende Januar lässt sich der Baufortschritt bereits deutlich erkennen.

Am 19. und 20. Januar wurden auf dem Grundstück südlich des Klosters an der Siemensstraße insgesamt 27 Betonstützen montiert.

„Zwei Stützen waren besonders schwer, sie bringen jeweils 15,1 Tonnen auf die Waage“, verdeutlicht Claudia Grave, die den Bau seitens der Gemeinde Senden betreut, die Dimensionen des Projektes. Gerade wurden auch erste Wände gesetzt.

Die vollständige Baugenehmigung liegt seit Mitte Januar vor.

Grundsteinlegung symbolisiert Baustart

Es war kein schönes Wetter, eher grau und nass, doch die meisten der Anwesenden strahlten dennoch: Etwa 40 Gäste aus Politik, Verwaltung, vom Bauhof, aus der Nachbarschaft, vom Bistum Münster und vom ausführenden Unternehmen Goldbeck waren gekommen. Am 2. Dezember 2025 begrüßte Bürgermeister Sebastian Täger die Gruppe zur feierlichen Grundsteinlegung für den neuen Sendener Bauhof.

Direkt neben dem Baufeld fand die kleine Feier statt. Täger freute sich über den erkennbaren Fortschritt: „Mit diesem Projekt schaffen wir die technischen und energetischen Voraussetzungen für die Zukunft.“

Da eine Teilbaugenehmigung des Kreises Coesfeld vorliegt, konnten bereits die ersten Erdarbeiten beginnen. „Nun geht es richtig los“, ergänzte Christian Terwey, Niederlassungsleiter Goldbeck Münster.

Bis Ende 2026 kann der Bauhof fertig sein, so die Einschätzung der Verantwortlichen.

Zeitkapsel

Claudia Grave betreut das Bauprojekt in der Gemeindeverwaltung. Die Architektin hatte eine sogenannte Zeitkapsel vorbereitet, die eingemauert wird.

Darin Fotos des bisherigen, ein Modell des neuen Bauhofs sowie eine aktuelle Tageszeitung. Auch ein Sandstein mit der Jahreszahl 2025 wurde zunächst symbolisch eingesetzt, er wird später Teil des Mauerwerks sein.

Projekt-Auftakt im April 2025

Im Bau- und Planungsausschuss am 18. März 2025 wurde beschlossen, dass das Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck den Auftrag für den Neubau des Bauhofs erhält. Die Goldbeck Niederlassung Münster konnte sich in einem Wettbewerb um die Planung und den Bau durchsetzen.

Claudia Grave, die den Neubau seitens der Gemeindeverwaltung koordiniert, hatte im April zum Projektauftakt eingeladen. Vor Ort und im Rathaus führte sie gemeinsam mit einigen Kollegen Gespräche mit Vertretern des Unternehmens, um die Planungen zu verfeinern.

Auch Bürgermeister Sebastian Täger kam zum Ortstermin: „Ich freue mich, dass wir jetzt den Auftrag vergeben konnten und wir in Senden einen modernen und nachhaltigen Bauhof bekommen.“

Warum wird ein neuer Bauhof gebaut?

Der aktuelle Bauhof in der Nähe des Schlosses erfüllt die technischen und energetischen Anforderungen nicht. Das größte Problem ist aber der Platzmangel, berichtet Grave weiter. Weder für die Beschäftigten des Bauhofs noch für die verschiedenen Maschinen und der gemeindeeigene Fuhrpark reicht der Platz. Zudem steigen mit einer wachsenden Gemeinde auch die Aufgaben des Bauhofs. Der neue Bauhof soll in der Lage sein, diese Anforderungen zu erfüllen. Außerdem soll er möglichst zentral gelegen sein sowie gestiegene Ansprüche an Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit zu erfüllen. Das neue Grundstück ist mit etwa 12.000 Quadratmetern deutlich größer als der bisherige Standort.

Wie ist das neue Gebäude ausgestattet?

Der neue Bauhof wird aus einem Verwaltungs- und Sozialbau sowie einer Halle bestehen, die als Werkstatt, Lager und Fahrzeughalle genutzt werden kann. Der Verwaltungs- und Sozialbau soll im Erdgeschoss Büros und Besprechungsräume, Lager, Technik, Aufzug und ein barrierefreies WC beherbergen.

Das Obergeschoss soll Umkleiden, sanitäre Anlagen, Wasch- und Duschgelegenheiten sowie einen Aufenthaltsraum aufweisen. Vom Sozialtrakt sind Verbindungen zur Halle geplant. In der Halle sollen eine Werkstatt, ein Regallager und die verschiedenen Fahrzeuge Platz finden.

Die Gebäude werden barrierefrei gestaltet und entsprechen selbstverständlich den Vorgaben des Arbeitsschutzes.

Ist das Konzept nachhaltig?


Grave erklärt, dass bei den Planungen in Abstimmung mit den Klimaschutzmanagerinnen das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle gespielt hat: „Die Gebäude werden einen besonders energiesparenden Bau- und Sanierungsstandard erfüllen, da die Dächer mit Begrünung und aufgeständerten Photovoltaikanalgen ausgestattet werden sollen. Zudem soll mit einer Fassadenbegrünung geplant werden, die mit Regenwasser zu bewässern ist. Das Regenwasser wird durch Zisternen aufgefangen. Die Beheizung der Gebäude soll durch eine Wärmepumpe erfolgen und im sowie am Gebäude sind Elektroladesäulen eingeplant.“

 

Wie wird das Außengelände gestaltet?

Gemeinsam mit den Bauhofmitarbeitern wurden im Vorfeld die notwendigen Flächen, Stellplätze und Wege auf dem Außengelände festgelegt. Außerdem ist dort ein Außenwasch- und Tankplatz vorgesehen. Die Planung und Ausführung der Arbeiten für das Außengelände erfolgen durch die Gemeindeverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro IBAK aus Senden und den Beschäftigten des Bauhofs. Es ist vorgesehen, dass ein Großteil durch die Mitarbeiter des Bauhofes umgesetzt wird.

Leistungsportfolio

Zum Leistungsportfolio der Sendener Wirtschaftsförderung gehört:

  • Die Information über das gewerbliche Immobilienangebot und Beratung bei Suche nach Gewerbegrundstücken und –immobilien (für Produktions-, Büro-, Laden- und Lagerflächen)
  • Die Information und Beratung bei Neuansiedlungen, Betriebsverlagerungen und Betriebserweiterungen
  • Die Begleitung und Unterstützung bei Genehmigungsverfahren in Zusammenarbeit mit den Kollegen aus dem Fachbereich Bauen und Planen (einschließlich Herstellung von Kontakten zu übergeordneten Fachbehörden und anderen Einrichtungen)
  • Die Unterstützung in der Gründungsphase in Kooperation mit der wfc, der Kreishandwerkerschaft, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerksammer
  • Die Information über Existenzgründungs- und Fördermittelberatung (> Erstkontakt und Weitervermittlung an die zuständigen Stellen)
  • Die Unterstützung bei der Fach- und Nachwuchskräftegewinnung durch Kooperationen mit Schulen, Unternehmen und Verbänden (Wirtschaft-Schule-Partner)
  • Die Durchführung von regelmäßigen Unternehmensbesuchen und Initiierung von Netzwerktreffen
  • Die Vermittlung zu Technologie-Transferstelle, Hochschulen, Forschungseinrichtungen
  • Die Durchführung von Informationsveranstaltungen in Kooperation mit den örtlichen Gewerbevereinen
  • Die Entwicklung / Koordination von Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur (z.B. Förderung des Breitbandausbaues, Ortskern- und Einzelhandelsentwicklung, Fortentwicklung von Gewerbegebieten)
  • Informationsdienst für Wirtschafts- und Strukturdaten, Öffentlichkeitsarbeit und Standortmarketing