Gemeinde Senden

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Smart City Senden

Das in der Gemeinde flächendecken vorhandene Glasfasernetz bietet eine Vielzahl an innovativen Nutzungspotentialen. Vom freien W-LAN, über das smarte Rathaus bis zur digitalen Schule – im Rahmen des „Smart City“ Projektes werden digitale Lösungen konzipiert und umgesetzt.

Das Projekt

Im Jahr 2015 sind drei Ortsteile der Gemeinde Senden (Senden, Ottmarsbocholt, Bösensell) nach einer erfolgreichen Nachfragebündelung durch die deutsche Glasfaser privatwirtschaftlich ausgebaut worden. Aufgrund der positiven Erfahrungen beim privatwirtschaftlichen Aufbau wurde auf Bestreben von Bürgermeister Sebastian Täger daraufhin das Projekt „Smart City Senden” ins Leben gerufen. Mit Unterstützung der Projektpartner (Cisco, BREKO, Deutsche Glasfaser, HeliNet, DStGB) wurde 2016 eine erste Smart-City-Strategie für Senden erarbeitet. Für die praktische Umsetzung der Strategie wurden innerhalb des Gesamtprojektes vier Arbeitsschwerpunkte bzw. Teilprojekte gebildet und arbeitsteilig durch die Projektpartner umgesetzt:

(1) Fibre to the Landlords

(2) Digitale Schule

(3) Digitales Rathaus

(4) Digitale Wirtschaft

Fiber to the landlords

Um auch die ca. 700 Haushalte im ländlich geprägten Außenbereich der Gemeinde mit FTTH-Anschlüssen zu versorgen, wurde im Dezember 2016 mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung der Verein „Teilnehmergemeinschaft Glasfaser Außenbereich Senden e.V.” (TGAS e.V.) gegründet. Mithilfe eines selbstentwickelten Kabelpfluges und durch die umfangreichen Eigenleistungen der Vereinsmitglieder (beteiligte Anwohner) gelang es dem Verein in den Folgejahren (2017-2019) ca. 190 km Leerrohre für die Realisierung eines flächendeckenden Glasfasernetzes zu verlegen. Im Anschluss an die Verlegearbeiten wurde die technische Umsetzung der jeweiligen FTTH-Anschlüsse durch den Projektpartner Deutsche Glasfaser übernommen. Mit Abschluss der Tiefbauarbeiten und der Aktivierung der letzten FTTH-Anschlüsse im Dezember 2019 wurde der Vereinszweck erfüllt und der TGAS e.V. wieder aufgelöst. Insgesamt wurden ca. 650 FTTH-Anschlüsse durch den Verein und die Deutsche Glasfaser realisiert. Durch den Glasfaserausbau im Außenbereich sind in der Gemeinde Senden inzwischen über 90% aller Haushalte über FTTH-Anschlüsse angebunden. Damit nimmt die Gemeinde Senden im interkommunalen Vergleich deutschlandweit einen Spitzenplatz ein. Zudem wurde die Gemeinde für den vorbildlichen FTTH-Ausbau im Jahr 2019 von der EU-Kommission für den European Broadband Award nominiert.

Digitale Schule

Um den pädagogischen Einsatz von mobilen Endgeräten im Unterricht und die Einführung von Tablet-Klassen zu ermöglichen, wurde mit Unterstützung des Projektpartners Cisco an zwei weiterführenden Schulen (Gymnasium, Realschule) ein flächendeckendes WLAN-Netz aufgebaut. Nach einer Ausleuchtung der Räumlichkeiten wurden für diesen Zweck über 100 Accesspoints in den Schulgebäuden installiert und verkabelt. Die Administration der Accesspoints und der First-level-Support können aufgrund der gewählten Infrastruktur (Cisco-Meraki) ohne erheblichen Mehraufwand von der IT-Abteilung der Gemeindeverwaltung übernommen werden. Ein weiterer Ausbau des WLAN an den Grundschulen ist bereits in Planung. Aufbauend auf der WLAN-Versorgung hat die Gemeinde Senden den weiterführenden Schulen bereits im Jahr 2018 erste Tablet-Klassensätze für den pädagogischen Einsatz zur Verfügung gestellt. In enger Abstimmung mit den Schulen sollen in den nächsten Jahren sukzessive alle Schülerinnen und Schüler mit Tablets ausgestattet werden. Die Schulen (Leitung, IT-verantwortliche Lehrer/innen) haben in Abstimmung mit dem Medienkompetenzzentrum und dem Schulträger (IT-Abteilung, Schulamt, Digitalisierungsbeauftrager) entsprechende pädagogische Medienkonzepte erarbeitet und gemeinsam wurde mit Hilfe eines Fachbüros (Thomassen Consult) ein entsprechender Medienentwicklungsplan erarbeitet, politisch beraten und im November 2019 verabschiedet. Um das erhöhte Datenvolumen, das durch die Nutzung der Schultablets entsteht, verarbeiten zu können, wurden alle FTTH-Anschlüsse der Schulen im Sommer 2019 von der Deutschen Glasfaser auf Gigabitanschlüsse (1GBit/s) umgestellt.

Digitales Rathaus

Im Rathaus und den Nebengebäuden der Verwaltung wurde mit Hilfe der Firma Cisco ein flächendeckendes WLAN-Netz aufgebaut, das von Bürgerinnen und Bürgern, politischen Mandatsträgern und Beschäftigten der Verwaltung genutzt werden kann. Auf der Grundlage des flächendeckenden und leistungsstarken WLAN-Netzes, das über einen Gigabitanschluss der Deutschen Glasfaser gespeist wird, wurde zu Beginn des Jahres 2019 die digitale Rats- und Gremienarbeit eingeführt. Alle politischen Vorlagen können so ortsunabhängig bearbeitet und in den entsprechenden Sitzungen digital zur Verfügung gestellt werden. Weitere E-Government-Lösungen (Bürgerserviceportal usw.) sind bereits in Planung oder schon umgesetzt (digitale Rechnungsbearbeitung, Mangelmelder usw.).

Digitale Wirtschaft

Seit Anfang 2017 steht allen potenziellen Nutzern im Ortskern von Senden ein kostenfreies WLAN-Netz zur Verfügung. Die dafür benötigten Accesspoints wurden von der Firma Cisco bereitgestellt. Die laufenden Stromkosten für die Accesspoints werden von den ortsansässigen Einzelhändlern übernommen. Die Gemeinde Senden stellt die Glasfaseranschlüsse an den Einspeisepunkten zur Verfügung. Die Helinet tritt in diesem Konstrukt als Provider auf. Das WLAN-Netz soll in den nächsten Monaten um weitere Zugangspunkte an stark frequentierten Plätzen im Gemeindegebiet erweitert werden. Weiterführende Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B. anonymisierte Passantenfrequenzmessungen oder automatisierte Push-Nachrichten von Einzelhändlern, werden derzeit geprüft.

Kontakt

Fragen zum Smart City Projekt der Gemeinde Senden können direkt an die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Senden gerichtet werden.

Melanie Baßenhoff
m.bassenhoff(@)senden-westfalen.de
Tel. 02597 699-701

Niklas Esser
n.esser(@)senden-westfalen.de
Tel. 02597 699-707