Stern der Mitmenschlichkeit



Entstehungsgeschichte
2011 wurde, begleitet durch das Team der ehemaligen Trauer Begleiterinnen des Hospizkreis Senden, nach einer Idee von Mechthild Jülicher, der Stern der Mitmenschlichkeit gefertigt. Der Stern bestand aus 1152 abgebrannten Teelichtern. Er war damals in der Krippenausstellung in Telgte zu sehen. Aufgrund der großen Resonanz wurde dieses Objekt bei der Abschlussveranstaltung vom damaligen Leiter des Krippenmuseums, Dr. Ostendorf, als Preisträger der Herzen gewürdigt.
Das Team der Trauerbegleiterinnen wollte etwas anbieten, um Trauernden weiterhin eine Möglichkeit zu geben, ihrer Trauer kreativ Ausdruck zu verleihen.
So entstanden die Erinnerungsbänder. Aneinander gereihte leere Teelichthülsen, bereichert mit sehr persönlichen Beigaben. Im Laufe der Jahre entstanden 142 Bänder. Kreiert im Miteinander mit anderen Trauernden, mit gemeinsam geteilten Erinnerungen und gemeinsam geteiltem Schmerz.
Ein Text von Astrid Lindgren beschreibt dieses Miteinander recht gut.
„Lange saßen sie dort und hatten es schwer. Aber sie hatten es gemeinsam schwer, und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht“ Stern und Bänder waren über die Jahre an vielen Orten ausgestellt. Im Hospiz Anna Katharina in Dülmen, in Bösensell, Ottmarsbocholt und Senden, in den Kirchen und Trauerhallen. Immer begleitet von berührenden Gedenkfeiern.
Über viele Jahre war es eine feste Tradition, dass zu Allerheiligen die Türen der Trauerhalle weit geöffnet waren. Der Stern und die Bänder waren dort ausgestellt als Zeichen lebendiger Erinnerung und nicht sterbender Liebe.
Die Trauerhalle wurde zu einem Ort, wo Menschen sich trafen, miteinander ins Gespräch kamen oder einfach still verweilten. Unzählige Kerzen wurden für liebe Verstorbene entzündet.
Da dieses Projekt 2024 endete, suchten die ehemaligen Trauer Begleiterinnen nach einer Lösung, die all den Menschen gerecht wird, welche sowohl den Stern als auch die Bänder, mit vielen persönlichen Erinnerungen, Trauer und Tränen und Liebe erstellt haben.
Durch den Kontakt zur Glockengießerei in Gescher entstand die Idee, all die Teelichthülsen einzuschmelzen. So entstand diese Spirale. Ehrenamtliche Metallkünstler vom Verein „Herz und Hand“ aus Vreden fertigten das Modell, dass für den Guss notwendig war. Vom Bildhauer Stefan Lutterbeck wurde sie mit diesen Sandsteinsäulen vollendet.
Die Spirale ist ein Zeichen für Unendlichkeit. Und unendlich sind Erinnerungen und Liebe. Alle liebevoll miteinander verbundenen Teelichthülsen sind nun in dieser Spirale miteinander verschmolzen.
Das Gesamtkunstwerk wurde im Namen der Trauernden durch die ehemaligen Trauer Begleiterinnen als Schenkung der Gemeinde Senden übergeben.
An diesem Ort leben die Werke der Trauernden weiter und er will Zeugnis geben für bleibende Erinnerung und nicht sterbender Liebe.
Gerne dürfen hier Kerzen angezündet werden.


















Verwenden Sie diese Tastaturbefehle,
STRG- bzw. STRG+um die Schriftgröße zu verändern: