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Pflege-Wohngemeinschaften in Ottmarsbocholt:

Im Alter das gewohnte Umfeld zu behalten , iist vielen Menschen wichtig. Die Pflege-Wohngemeinschaften können dazu beitragen. 
Foto pixabay.com
Im Alter das gewohnte Umfeld zu behalten , iist vielen Menschen wichtig. Die Pflege-Wohngemeinschaften können dazu beitragen.
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Prüfung der eingereichten Konzepte läuft. Architekt, Investor und Betreiber werden ausgewählt.

Auf einem kommunalen Grundstück in Ottmarsbocholt möchte die Gemeinde Senden sogenannte anbieterverantwortete Pflege-Wohngemeinschaften bauen lassen. Diese sollen von einem Architekten geplant, von einem Investor finanziert und durch einen Betreiber langfristig betreut werden. Im Juni startete das Auswahlverfahren, in dem sich Architekten, Investoren und Betreiber als Gemeinschaft um das Projekt bewerben konnten.

Kerstin Ueding aus dem Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt, betreut das Verfahren seitens der Gemeindeverwaltung. Sie bestätigt, dass fristgerecht bis Ende Oktober Konzepte eingereicht worden sind, die sich nun in der Vorprüfung befinden. „Eine genaue Zeitplanung ist derzeit etwas schwierig. Aufgrund der Corona-Vorschriften wird jede Veranstaltung und damit auch die Sitzungen der politischen Gremien auf den Prüfstand gestellt. Im Moment gehen wir davon aus, dass Mitte Dezember aus den eingereichten Vorschlägen eine Auswahl getroffen wird. Die politischen Gremien werden in der Folge über die Empfehlung der Experten beraten und letztlich entscheiden, welche Gemeinschaft das Projekt umsetzen darf“, erläutert Ueding die nächsten Schritte.  
 
Hintergrund zu dem Projekt:
Das rund 1800 Quadratmeter große Grundstück liegt an der Ecke Kirchstraße 10 / Davertweg. Zwischen 12 und 24 Menschen sollen dort später ein zu Hause finden. Außerdem soll auf der Fläche ein ergänzendes Angebot mitgeplant werden, etwa seniorengerechte Wohnungen, ein Café oder eine Tagespflegeeinrichtung.

Die Pflege-Wohngemeinschaften sollen im Vergleich zu großen Altenwohnheimen eine weitgehend „normale“ Wohnsituation ermöglichen. Pflegebedürftige Menschen wohnen zusammen, bleiben aber so selbständig wie es individuell möglich ist. Der Betreiber vergibt die Zimmer an die Bewohner und stellt das erforderliche Pflegepersonal. Darüber hinaus gibt es gemeinschaftlich genutzte Räume wie zum Beispiel Küche und Wohnzimmer. Anders als in selbstverantworteten Wohngemeinschaften unterliegen diese einer Heimaufsicht und sind an Qualitätsstandards gebunden. In den Wohngemeinschaften sollten später Menschen bis zum Pflegegrad 5 betreut werden können.


Neue Wohnform als Bereicherung
Bürgermeister Sebastian Täger sieht einen großen Mehrwert der Pflege-Wohngemeinschaften: „Diese alternative Unterkunftsform für pflegebedürftige Menschen ist eine wirkliche Bereicherung. Denn sie können auch in kleinen Einheiten wirtschaftlich betrieben werden. Damit wird es möglich, sie auch in den kleineren Ortsteilen aufzubauen. Jemand, der sich in Ottmarsbocholt verwurzelt fühlt, muss nicht im Alter nach Senden ziehen, wenn wir dort so ein Angebot schaffen. Das soziale Umfeld auf diese Weise erhalten zu können, ist ein richtig großer Pluspunkt.“