Gemeinde Senden

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Die Gemeinde sagt "Ja"!

Dorit und Uwe Horstmann waren eins der drei Paare, die sich im Spieker trauen ließen.
Dorit und Uwe Horstmann waren eins der drei Paare, die sich im Spieker trauen ließen.

Drei Paare haben sich im Rahmen einer Testphase im traditionsreichen Spieker in Ottmarsbocholt trauen lassen. Und waren begeistert. Die Standesbeamtin der Gemeinde Senden, Marion Weber, führte die Trauungen im April und Mai durch. Sie berichtet: „Von allen Brautpaaren kam ein positives Feedback. Die Paare haben viel selbst gemacht und Lösungen für die vorher bekannten Schwierigkeiten gefunden.“

Für die Gemeinde Senden betreut Hildegard Halsbenning den Spieker. In einem gemeinsamen Gespräch mit den Brautpaaren, dem Heimatverein Ottmarsbocholt und der Gemeinde zogen alle Beteiligten ein positives Resümee: Der Spieker sei als besonderer Ort für Eheschließungen gut geeignet. Der Um- und Rückbau der Räume erfolgte in Eigenregie durch die Brautpaare. Das nicht benötigte Mobiliar konnte problemlos im nebenliegenden Backhaus untergestellt werden. Die Remise eigne sich dank der tollen Atmosphäre in besonderer Weise für den Sektempfang. Einziges Manko: Dass sich die Toiletten im Keller befinden und damit nicht barrierefrei erreichbar sind. „Das lässt sich leider nicht ändern, hat den drei Hochzeitsgesellschaften allerdings keine Probleme bereitet“, berichtet Halsbenning. 

Damit Trauungen im Spieker stattfinden können, müssen die Paare mit anpacken. Standesbeamtin Marion Weber berät gerne.
Damit Trauungen im Spieker stattfinden können, müssen die Paare mit anpacken. Standesbeamtin Marion Weber berät gerne.

Seitens der Verwaltung bestehen daher keine Bedenken gegen eine dauerhafte Einrichtung eines Trauangebotes im Spieker. Die fehlende Barrierefreiheit, sowie das Erfordernis, die Räume in Eigenregie für die Trauung herzurichten, müssen den interessierten Brautpaaren im Vorfeld der Reservierung jedoch sehr deutlich kommuniziert werden, damit die Hochzeitsgesellschaft sich auf diese Besonderheiten einstellen kann. „Einzelheiten zur Herrichtung des Raums werden vorab im Gespräch geklärt“, ergänzt Weber. Es wurden zwischenzeitlich bereits zwei weitere Terminwünsche für Trauungen dort entgegengenommen.

Hintergrundinformationen:
Entstanden ist die Idee, Trauungen im Spieker zu ermöglichen, bei einem Workshop der CDU Ottmarsbocholt in dem es um die Zukunftswünsche junger Ottmarsbocholter ging. Dieser Vorschlag wurde der Verwaltung gemacht, die zunächst eine Pilotphase von April bis Ende Mai durchführte.  Der Spieker als Fachwerkbau ist für viele ein Symbol für ihre Heimat im Münsterland. Das ehemalige Kötterhaus stand ursprünglich als Stroh- und Kornspeicher in der Bauerschaft Aldenhövel in Lüdinghausen und wurde in den Jahren 1985 bis 1987 im Zentrum von Ottmarsbocholt wieder aufgebaut. Der Heimatverein hat den Spieker um ein Backhaus nach historischem Vorbild ergänzt. Dort sind auch Veranstaltungen für Gruppen buchbar.

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