Gemeinde Senden

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Haus Palz - Haus der Begegnung

Mit dem zukünftigen Sendener „Haus der Begegnung“ sollen Werte erhalten und Begegnung ermöglicht werden. Ehrenamtliches Engagement und die finanzielle Unterstützung durch ein Förderprogramm von Bund und Land NRW machen es möglich, das Haus zu einem Ort der Begegnung, des Miteinanders und des Austauschs zu machen.

Werte erhalten

Plan Haus Palz
Plan Haus Palz

Das „Alte Zollhaus“ hat für Senden eine herausragende ortshistorische Bedeutung. Es stammt aus dem Jahr 1572 und ist mit Abstand das älteste Gebäude im Ortskern. Dieses wertvolle Bauwerk kann dank einer Förderzusage aus dem Sonderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ erhalten und ausgebaut werden. Knapp 2 Millionen Euro fließen aus dem Programm, das aus Landes- und Bundesmitteln gespeist wird. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme schätzt die Gemeinde nach jetzigem Stand auf etwa 2,7 Millionen Euro. Aber nicht nur der reine Erhalt des Baudenkmals, sondern der Umbau des denkmalgeschützten Hauses zu einem lebendigen Ort der Begegnung mit integrativer Wirkung wird von der Gemeinde angestrebt.

Begegnung erleben
Haus Palz soll nach dem Erwerb, der Sanierung und dem Umbau durch die Gemeinde Senden allen Einwohnerinnen und Einwohnern als eine öffentliche Einrichtung zur Verfügung stehen. Ziel ist es, es zu einem Zentrum des gesellschaftlichen Lebens sowie des bürgerschaftlichen Engagements zu machen.

Das von einem Team im Rathaus erarbeitete Nutzungskonzept wird derzeit weiterentwickelt. Der Heimatverein Sendens leistet dabei einen großen Beitrag. Bisher sei geplant, dass Vereine und Institutionen aus Senden die Räumlichkeiten nutzen. Das Haus soll als Anlaufstelle für Beratung, Hilfe, Schulung und Weiterbildung, aber auch für andere, gemeinsame und gemeinwohlorientierte Veranstaltungen dienen. Auch kulturelle Veranstaltungen sollen dort stattfinden. Als Betreibermodell ist vorgesehen, eine Stiftung zu gründen. Hier finden aktuell Gespräche zwischen der Gemeinde Senden und den beteiligten Akteuren statt.

Geplante Baumaßnahmen der Gemeinde

Zeitraum 2019-2022

Was soll eigentlich konkret auf der Baustelle passieren? Hier ein Überblick über die Schritte:

1. Planungsphase (ab Februar 2019):
In Kürze werden die Aufträge an den Architekten und die Fachingenieure erteilt. Danach werden weitere Bestandsuntersuchungen an Decken und Wänden vorgenommen. Währenddessen wird die Ausarbeitung des Entwurfs fortgeführt, immer unter Einbindung der Denkmalbehörde.

Die Resultate werden in den Bauantrag eingearbeitet, der dem Kreis Coesfeld vorgelegt wird. Danach erfolgt die konkrete Ausführungsplanung. Es folgen Ausschreibungen und Vergaben.

2. Baumaßnahme (ab September 2019): 

Nach Demontage-und Entkernungsarbeiten erfolgen Reparaturen an Fachwerk und Dach. Mit dem Einbau der neuen Sohle, der Grundleitungen  und der Fundamente des Außenmauerwerks geht es weiter in den umfangreichen Innenausbau. Gleichzeitig wird die neue Fluchttreppe eingebaut und mit der Sanierung der Außenwände und der Fenster begonnen. Zahlreiche Gewerke werden gleichzeitig an der Baustelle zu sehen sein. Mit den Feinarbeiten des Malers und dem Einbau der  Küche und der Einbaumöbel endet die bauliche Maßnahme. 

3. Abnahme: Nach Schlussabnahme und Nutzungsfreigabe durch den Kreis Coesfeld und die Denkmalbehörde steht der Eröffnung nichts mehr im Wege.

Dokumentation Baufortschritt - Bautagebuch

06.12.2019

Beim letzten Baustellentermin wurde über die Unterfangung der Außenwände gesprochen. Abschnittsweise wird nun Firma Herbort, aus Münster, die Betonfertigteile in die dafür angelegten Öffnungen im Bereich des Sockelmauerwerks einbringen. Dazu ist eine enge Kommunikation zwischen Statiker Eggersmann, Architekt Mensen und Herrn Gerwersmann, von der ausführenden Baufirma Herbort, nötig. Gleichzeitig ist der Archäologe Herr Essling-Wintzer in verschiedenen Gruben beim Schürfen, Fotografieren und Protokollieren.

Der Eingang ist nun bestandsschonend vergrößert worden. Gut erhaltene Backsteine sind vom erfahrenen Maurer wieder verwendet worden. Der Radlader kann so durch den Eingang ins Gebäude fahren und dort den Handwerkern große Hilfe sein.

Die Dachsparren zur Gartenseite wurden mit einer Höhenausgleichslage über die gesamte Länge ausgeglichen. Nach der Verlegung der Lattung, wurde die Holzleichtbauplatte montiert, die sichtbar bleibt.

Das Ergebnis lässt sich sehen, dank des guten und handwerklichen Geschicks des vorarbeitenden Zimmermanns Herrn Inkmann, der Firma Kleinwechter & Bröker aus Havixbeck.


Allen Beteiligten vielen Dank für Ihre gute Arbeit!

Balancieren und diskutieren, Herr Zora und Herr Gerwersmann
Balancieren und diskutieren, Herr Zora und Herr Gerwersmann
Betonfertigteil
Betonfertigteil
Eingang von innen
Eingang von innen
Eingang von außen
Eingang von außen
Dach mit sichtbaren Holzleichtbauplatten
Dach mit sichtbaren Holzleichtbauplatten
Blick zur Spitze
Blick zur Spitze

27.11.2019

In der vergangenen Woche war die LWL-Archäologie im Haus Palz. Der Archäologe Herr Essling-Wintzer konnte sich mit dem bauleitenden Architekten Herrn Mensen (der Arbeitsgemeinschaft Scholz Architekten und Mensen + Zora Architekten) ein weiteres Bild vor Ort verschaffen. Das Baudenkmal ist auf einem Vorgängerbau aufgebaut, möglichweise aus dem 16. Jahrhundert.

Zusammen mit der Baufirma und Fachbetrieb für Denkmalpflege Herbort aus Münster sollen Gräben im Boden gezogen werden, um die Schichtfolge zu protokollieren.

Gleichzeitig wurden schon einige Wände abgebrochen, gut erhaltenes Material seitlich gelagert, um es später wieder einzubauen. Genauso wird zurzeit der Eingang vergrößert. So kann das Gebäudeinnere auch mit einem Kleinstbagger befahren werden.

Im Dachgeschoss wurde ordentlich durch die fleißigen Helfer des Heimatvereins gesäubert und Etliches an Schütt nach außen abtransportiert. Die Firma Kleinwechter & Bröker hat sich in den vergangenen Tagen mit der Walmfläche des Daches beschäftigt. Hier wurden abgängige Hölzer demontiert, teilausgetauscht und neue Füllhölzer eingebracht. Eine besondere Herausforderung war das Einbringen des neuen Gratsparrens.

Seitens des Bauhofes wurde Beleuchtung ins Gebäude gebracht und gut erhaltene Holzteile vorsichtig abgebaut, abgefahren und sicher gelagert. Die Holztreppe im Eingangsbereich wird von Bauhofmitarbeitern in der nächsten Woche (49. Kalenderwoche) abgebrochen und entsorgt.

Allen Beteiligten ein großes Dankeschön für Ihr Engagement!





Untersuchung des Archäologen
Untersuchung des Archäologen
Freilegung der Wände
Freilegung der Wände
Eingangsbereich wird vergrößert
Eingangsbereich wird vergrößert
Gratsparren wird eingebaut
Gratsparren wird eingebaut

11.11.2019 Arbeiten am Dach gehen weiter

Nach den Sandstrahlarbeiten an vorhandenen Sparren und der sonstigen Holzkonstruktion im Dachraum und des vollständigen Rückbaus der Innenwände im Dachgeschoss, sind in der letzten Woche Sparrenbrüche saniert worden. Zuvor wurde die Fußpfette in Brettschichtholz eingebaut, immer in enger Zusammenarbeit mit Zimmermann und Statiker.

Am 16.11.2019 sind auch weitere Arbeiten des Heimatvereins geplant. Die letzten Holzfußböden im Dachgeschoss sollen ausgebaut werden und an der Gartenmauer zum Spitalweg muss der Putz abgeschlagen werden. Erfreulich bei den Tätigkeiten des Heimatvereins ist, dass die Baustelle nach den schmutzigen und schweren Arbeiten immer sehr aufgeräumt hinterlassen wird. Das ist nicht  selbstverständlich. Dafür ein besonderer Dank!

Sanierung der Sparrenbrüche
Sanierung der Sparrenbrüche
Einbau der neuen Fußfette
Einbau der neuen Fußfette
Sanierung der Sparrenbrüche
Sanierung der Sparrenbrüche

17.10.2019 Dacharbeiten

In den vergangenen Tagen wurden Sandstrahlarbeiten an der zukünftigen sichtbaren Holzkonstruktion im Dach vorgenommen. Dadurch wurden Rückstände und Verschmutzungen entfernt.

Nach der Demontage von Lattungen, Ziegeleindeckung, Fenster etc. ist am besten zu sehen, welche Hölzer konstruktiv unterstützt werden müssen. Dabei werden schadhafte Stellen im Holz ausgebessert oder ergänzt. Dies geschieht in enger Absprache mit dem Statiker Herrn Eggersmann (Büro Eggersmann, Warendorf), Herrn Mensen (ARGE Scholz Architekten und Mensen & Zora Architekten) und dem Zimmermann Herrn Inkmann (Fa. Kleinwechter & Bröker, Havixbeck).

Temporärer Regenschutz wird durch eine Unterspannbahn gewährleistet. Auffangnetze im Inneren verhindern das Abstürzen von Kleinmaterial. Zurzeit arbeiten zwei bis vier Zimmermänner an der Baustelle.

Am Wochenende (19.10.2019) ist wieder ein Einsatz der Helfer vom Heimatverein geplant. Hier werden unter anderem Stroh- und Putzdecken demontiert.

Von Seiten des Bauherrn: Allen Beteiligten hier schon mal ein großes Dankeschön.


Entkernungsarbeiten im Dachgeschoss; Auffangnetz zur Sicherung der Arbeiten
Entkernungsarbeiten im Dachgeschoss; Auffangnetz zur Sicherung der Arbeiten
Durch Sandstrahlung gereinigter Sparren
Durch Sandstrahlung gereinigter Sparren
Kamin im zukünftigen Veranstaltungsraum
Kamin im zukünftigen Veranstaltungsraum
Unterspannbahn als temporärer Regengschutz
Unterspannbahn als temporärer Regengschutz

07.10.2019 - Einrichtung der Baustelle
Derzeit wird die Baustelle eingerichtet, das bedeutet im Einzelnen: Das Haus wird eingerüstet, ein Kran und eine Baustellentoilette aufgestellt und ein Netz gespannt, das vor herabfallenden Teilen schützt. Dann beginnen Zimmerleute und Dachdecker am Dach des historischen Gebäudes zu arbeiten. Denn Ziel ist es, möglichst viel der anstehenden Dacharbeiten vor dem Winter erledigen zu können.

04.10.2019 - Schadstoffe beseitigt

Die Beseitigung der Schadstoffe durch die Spezialfirma konnte am Freitag (4. Oktober) endgültig abgeschlossen werden. Wie angekündigt wurde die Schadstoffbelastung anschließend geprüft. Die Baustelle konnte wieder freigegeben werden. Zusätzlich wurde viel gelüftet, so dass jetzt die Handwerker wieder an die Arbeit gehen können.

27.09.2019 - Schadstoffe entdeckt

Bei der Entfernung eines bis dahin versiegelten Parkettbodens im Erdgeschoss wurden im teer- und pechhaltigen Klebstoff unter dem Holzparkett gesundheitsgefährdete Schadstoffe entdeckt. Die Gemeinde beauftragte daraufhin sofort die Firma Exkern GmbH & Co KG mit der Beseitigung der Stoffe.

23.07.2019

Aufgrund von vielen Demontagearbeiten durch die fleißigen Mitglieder des Heimatvereins, lässt sich nun das Gildehaus historisch besser einordnen.
Mit Übereinstimmung der LWL-Denkmalpflege und dem Fördergeber wird nun
das Vierständerhallenhaus zu seinem ursprünglichen Grundriss zurückkehren.

Folgendes wird nun anders angeordnet als in der ersten Planungsphase:

-Treppe
-Eingangshalle
-Plattformlift
-Behinderten-WC
-WC-Anlage
-Abstellraum
-Veranstaltungsraum im Dachgeschoss

Erdgeschoss Neu
Erdgeschoss Neu
Dachgeschoss Neu
Dachgeschoss Neu

Nach Freilegung des Fachwerks soll dieses auch dauerhaft sichtbar bleiben und mit einer speziellen Schlämme überzogen werden.
Der bauleitende Architekt, Herr Scholz, stellte dies im Gemeindeentwicklungsausschuss am 27.06.2019 vor.

Allen Helfern, die bisher so engagiert gearbeitet haben, ein herzliches Dankeschön!

Aktueller Zustand
Aktueller Zustand
Westansicht Neu
Westansicht Neu
Nordansicht Neu
Nordansicht Neu

02.07.2019

Zurzeit werden die Ausschreibungen der Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten vorbereitet. In Abstimmung mit der Denkmalpflege soll der Dachstuhl sichtbar bleiben.


Zur Klärung des Aufwands und der Gestaltung der sichtbaren Dachkonstruktion mit Akustikdecke, wurde beim Sendener Zimmereibetrieb Fa. Leopold ein 1:1 Modell gebaut, das nach Angabe der Planer umgesetzt wurde.


Hierzu besichtigten die Beteiligten mit der Denkmalpflege  das Modell in der Halle. Zu sehen ist die Konstruktion des historischen Sparrens mit einem Höhenausgleich und der hellgrauen Heraklithdämmplatte, Dampfbremsfolie, Holzweichfaserdämmplatte mit Konterlatte und Traglatte. Die Dachpfannen werden diese Woche montiert und das ganze Modell zum Grundstück des Gildehauses transportiert.


So bekommt man schon mal einen Eindruck des sichtbaren Dachstuhls.

1:1 Modell der sichtbaren Dachkonstruktion Haus Palz
1:1 Modell der sichtbaren Dachkonstruktion Haus Palz
Das Modell wird in der Werkstatt der Zimmerei besichtigt.
Das Modell wird in der Werkstatt der Zimmerei besichtigt.
Überprüfung der Balkenköpfe
Überprüfung der Balkenköpfe

21.05.2019

Nachdem die freiwilligen Helfer des Heimatvereines schon ca. 800 Stunden am Haus Palz gute Vorarbeit in Form von Demontagearbeiten an Decken, Wänden und Außenputz geleistet haben, konnte heute der Holzsachverständige tätig werden. Das für die Gemeinde Senden tätige Sachverständigenbüro Brückner aus Lüdinghausen unternahm heute eine Holz-Bohrwiderstandsmessung. Herr Brückner auch Dozent beim Handwerkerbildungszentrum in Münster konnte mit drei Studierenden des Studiengangs: „Bauen im Bestand“ das Gebäude mittels einer speziellen Messung untersuchen. Die Messung gibt Aussage über den inneren Zustand des Holzes. Liegt eine Fäule vor, hat das Holz Hohlräume und Risse? Diese Ergebnisse werden in die vom Architekturbüro  Scholz, Mensen und Zora Planungsgesellschaft erstellten Aufmaß-Pläne kartiert. Digital kann später nach Auswertung auf die Ergebnisse zurückgegriffen werden. Unteranderem das beauftragte Statiker-Büro Eggersmann aus Warendorf, heute vertreten durch den Mitarbeiter Herrn Baumann, kann so spezielle Stellen besser bewerten und entsprechende Ersatzhölzer berechnen. An dieser Stelle ein Extra-Dankeschön an die vielen Helfer vom Heimatverein und die drei Studierenden des Studiengangs „Bauen im Bestand“ vom HBZ in Münster.

Sachverständiger Brückner mit Studierenden
Sachverständiger Brückner mit Studierenden
Statiker und Sachverständiger bei der Holz-Bohrwiderstandsmessung
Statiker und Sachverständiger bei der Holz-Bohrwiderstandsmessung
Klaus Stephan
Klaus Stephan

Ansprechpartner

Klaus Stephan
Tel. 02597 699-301

k.stephan(at)senden-westfalen.de