Gemeinde Senden

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Klimaschutz: Konzept und Resolution

Der Klimawandel betrifft uns alle - jetzige wie zukünftige Generationen. Die daraus wachsende Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt ist größer denn je. Den Grundstein für ein neues klimapolitisches Denken hat die Bundesregierung mit den Klimaschutzzielen gelegt, die besagen, dass die Erderwärmung die 2 Grad Celsius Grenze nicht überschreiten darf. Ausgehend vom Jahr 1990 ist die Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent und bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu senken. Diese Anstrengungen sind nur zu schaffen, wenn der Klimaschutz auch auf kommunaler Ebene stringent umgesetzt wird, ganz nach dem Motto "Global denken, Lokal handeln".

Klimaschutzkonzept

Im Jahr 2011/ 2012 wurde ein Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Senden erstellt, im März 2013 fasste der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Konzeptes. Es bildet die Grundlage und das Herzstück für nachhaltige Energie- und Klimapolitik vor Ort.

Die Umsetzung wird seit 2014 von einem Klimaschutzmanager, einer Klimaschutzmanagerin begleitet. Zunächst 33, dann aktuell 39 Maßnahmen aus den Themenbereichen Sanierung der Bausubstanz, Wärmeversorgung, effiziente Strom- und Energienutzung, Mobilität, regenerative Energien und Energieumwandlung, Öffentlichkeitsarbeit und Klimaschutzcontrolling konkretisieren die Bemühungen für Klimaschutz vor Ort.


Das Konzept und den in regelmäßigen Abständen aktualisierten Umsetzungsstand der Maßnahmen finden Sie im weiteren Verlauf dieser Seite.

Klimaschutzresolution

Auch aktuell – 2019 – gehört Klimaschutz zu den wichtigsten Themen auf allen Ebenen – national wie international.

Deshalb hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 08.10.2019 eine Resolution zum Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel beschlossen. Die Resolution soll ein klares Zeichen setzen und dabei über reine Symbolpolitik hinaus zu weiteren konkreten Maßnahmen und Umsetzungen für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel führen.

Inhaltlich sieht die Resolution u.a. die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes vor, wobei klar definierte Ziele mit zeitlichem Horizont und Reduktionsvorgaben formuliert und konkrete Maßnahmen vorgeschlagen werden sollen. Dies geschieht als Querschnittsaufgabe mit Beteiligung aller Fachbereiche der Gemeindeverwaltung und aktiver Beteiligung interessierter Bürger. Für den Bereich des Stromsektors wird eine bilanzielle Energieautarkie aus erneuerbaren Energien bis zum 31.12.2025 angestrebt und ein jährliches Klimaschutzbudget, mit dem Anreize zur CO2-Vermeidung und Reduktion geschaffen werden sollen, soll bereit gestellt werden.

Über weitere Schritte zur Umsetzung wird an dieser Stelle berichtet.

Den gesamten Text der Resolution finden Sie als Datei hier und nachfolgend:

Resolution zum Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in der Gemeinde Senden

Folgende Resolution zum Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in der Gemeinde Senden wurde am 08.10.2019 vom Rat der Gemeinde Senden beschlossen:

„Der Rat der Gemeinde Senden

a)    erkennt den Klimawandel als Realität an und bekennt sich ausdrücklich zum Pariser Klimaschutzabkommen. Er stellt fest, dass die bisherigen Maßnahmen und Planungen nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Deshalb werden die gemeindlichen Anstrengungen, um dem Klimawandel entgegen zu wirken, weiter entwickelt und weiter erhöht.

b)    erkennt an, dass die Eindämmung des durch den Menschen gemachten Klimawandels in der gemeindlichen Politik sehr hohe Priorität besitzt und bei relevanten, kommunalen Entscheidungen grundsätzlich zu beachten ist.

c)    beschließt aufbauend auf dem Integrierten Klimaschutzkonzept von 2012 (KSK - Daten- und Faktenbasis 2010) eine Fortschreibung der Energie- und Klimaziele der Gemeinde Senden. Die Fortschreibung / Aktualisierung des beschlossenen KSK erfolgt unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Vorgaben und der neueren technischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse. Dabei sollen unter Berücksichtigung der Sektoren Mobilität, Wärme und Strom (Solarenergie, Windenergie und Biomasse) klar definierte Ziele mit zeitlichem Horizont und Reduktionsvorgaben formuliert und konkrete Maßnahmen vorgeschlagen werden, die auf Gemeindeebene umgesetzt werden können. Das aktualisierte Konzept soll schwerpunktmäßig ganz konkrete Umsetzungsempfehlungen geben und diese priorisieren. Die notwendigen Mittel hierfür werden überplanmäßig noch in 2019 bereitgestellt.

d)    formuliert für den Sektor Strom als kommunales Ziel die bilanzielle Energieautarkie aus erneuerbaren Energien im Gemeindegebiet bis 31.12.2025. Zur Realisierung dieses Zieles sind zwingend ein deutlicher Anstieg beim Ausbau von PV-Anlagen (auf kommunalen und privaten Liegenschaften) sowie die möglichst zügige Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen erforderlich. Der Rat der Gemeinde Senden bekennt sich daher zum Ausbau der Windenergie, um im Rahmen einer gemeindlichen Steuerung der Windenergie substanziell Raum zu geben. Die hierfür notwendige Flächennutzungsplanänderung wird weiterhin mit hoher Priorität fortgeführt.

e)    beauftragt die Verwaltung bei diesem Prozess die Bürgerschaft aktiv zu beteiligen und zu informieren. Hierfür wird ein Bürgerforum eingerichtet, um alle relevanten und interessierten gesellschaftlichen Gruppen an der Erarbeitung und Umsetzung kommunaler Klimaschutzaktivitäten zu beteiligen. Neben dem Klimaschutz sollen auch solche Maßnahmenvorschläge erarbeitet werden, die die Anpassung an den Klimawandel beinhalten. Da Klimaschutz als Querschnittsaufgabe zu verstehen ist, wird hierzu ein Arbeitskreis mit Bediensteten aus allen Fachbereichen der Verwaltung unter Leitung des Bürgermeisters gebildet. Diese Maßnahmen laufen parallel zur Fortschreibung des KSK.

f)    beschließt ab 2020 ein jährliches Klimaschutzbudget, mit dem Anreize zur CO2-Vermeidung und Reduktion geschaffen werden sollen; mittelfristig wird eine Finanzierung dieses Budgets aus den Gewerbesteuereinnahmen aus Windenergieanlagen angestrebt; so kann ein höherer Hebel bei der CO2-Einsparung erreicht und zugleich ein Teil der Erträge der vor Ort erzeugten regenerativen Energie an private Haushalte zum Zwecke der Energieeinsparung / CO2-Reduktion zurückgegeben werden.

g)    fordert den Bürgermeister auf, dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit regelmäßig, mindestens einmal jährlich, über Fortschritte, Schwierigkeiten und die Umsetzung von Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen zu berichten.

h)    appelliert an die Verantwortlichen von Land, Bund und EU, die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Sinne der Klimaschutzziele anzupassen, da es unter den derzeitigen Rahmenbedingungen noch nicht möglich ist, diese auf kommunaler Ebene vollständig einzuhalten. Vielmehr müssen Bund und Land die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen schaffen, die den Kommunen die Möglichkeit geben, wirksame Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels zu ergreifen.“



Zum Nachlesen: Das Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept der Gemeinde Senden wurde im Jahr 2011/ 2012 erstellt,  im März 2013 fasste der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des Konzeptes. Es bildet die Grundlage und das Herzstück unserer Arbeit für nachhaltige Energie- und Klimapolitik vor Ort.

Die Erstellung des Intergrierten Klimaschutzkonzeptes wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unter dem Förderkennzeichen 03KS119 gefördert.

Ziel ist es, aufgrund der nach Erstellung des Klimaschutzkonzeptes vorliegenden Daten die Energiearbeit zu optimieren, die Bürger über ihren Beitrag zum Klimaschutz aufzuklären und als Gemeinde die politischen Rahmenbedingungen zu setzen.

Energie- und Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Senden:

Zusammenfassung Endbericht:
Zusammenfassung

Gebäudetypologie und bauliche Sanierung:
Gebäudetypologie und bauliche Sanierung

Wärmeversorgung:
Wärmeversorgung

Stromverbrauch:
Stromverbrauch

Mobilität:
Mobilität

Solarenergie:
Sonnenenergie
Potenziale der Solarenergienutzung (Bösensell)
Potenziale der Solarenergienutzung (Ottmarsbocholt)
Potenziale der Solarenergienutzung (Senden)

Windenergie:
Windkraft
Windeigungsbereiche mit Mindestabstand von 450 m zu Wohngebäuden im Außenbereich
Windeigungsbereiche mit Mindestabstand von 555 m zu Wohngebäuden im Außenbereich

Biomasse:
Biomasse

Weitere Informationen bekommen Sie bei der bmu klimaschutzinitiative und dem Projektträger Jülich.
www.bmu-klimaschutzinitiative.de
www.fz-juelich.de/ptj/klimaschutzinitiative.de

Im Klimaschutzkonzept werden CO2-Minderungspotentiale durch die effizientere Nutzung der eingesetzten Energie  und den Ersatz fossiler Energieträger durch regenerative Energieträger besonders in nachfolgenden Bereichen identifiziert:

 

EffizienzpotentialeSubstitutionspotentiale
bauliche SanierungWindkraft
Ersatz HeizungsanlagenPhotovoltaik
Senkung StromverbrauchBiomasse
MobilitätWasserkraft
Geothermie
Ersatz Stromheizungen
Mobilität

Konkretisiert werden diese Themenbereiche mit ursprünglich 33 Einzelmaßnahmen und ergänzt durch weitere Maßnahmen bzw. Projekte, die auf Grund entsprechender Ausgangssituationen initiiert bzw. umgesetzt wurden und werden.

Die kontinuierliche Prüfung, Umsetzung und Ergänzung der vorgeschlagenen Maßnahmen wird seit Mai 2014 durch einen KlimaschutzmanagerIn unterstützt. Diese vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderte fachliche Begleitung (Förderkennzeichen 03KS5105 und 03KS5105-1) kann nur in Kooperation mit den lokalen Akteuren (Bürger, Unternehmen, Forst- und Landwirtschaft, Energieerzeuger und -versorger)  Projekte realisieren, um auch in Zukunft in einem aktiven & attraktiven Senden zu leben.

Die Tabellen „Maßnahmen- und Umsetzungsüberblick Klimaschutzkonzept Gemeinde Senden“ zeigen den Arbeits- und Umsetzungsstand der einzelnen Maßnahmen aus dem Energie- und Klimaschutzkonzept.

Maßnahmen- und Umsetzungsüberblick Klimaschutzkonzept Gemeinde Senden, Stand Juni 2019

Maßnahmen- und Umsetzungsüberblick Klimaschutzkonzept Gemeinde Senden, Stand November 2018

Maßnahmen- und Umsetzungsüberblick Klimaschutzkonzept Gemeinde Senden, Stand April 2018

Maßnahmen- und Umsetzungsüberblick Klimaschutzkonzept Gemeinde Senden, Stand Juni 2016

Maßnahmen- und Umsetzungsüberblick Klimaschutzkonzept Gemeinde Senden, Stand März 2016

Zwischenbilanz in der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes (Stand November 2014, Jonas Deuter)

Foto Petra Volmerg

Ansprechpartnerin

Bei Fragen zu Klimaschutz und Energie steht Ihnen Frau Volmerg gerne zur Verfügung.

Kontakt:

Petra Volmerg

Klimaschutzmanagerin

Tel. 02597 699-318
p.volmerg(@)senden-westfalen.de

 

 

gefördert durch Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit
gefördert durch Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit

Förderhinweis
Die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes und die Personalstelle Klimaschutzmanagement wird durch Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit gefördert  (Förderkennzeichen: 03KS119, 03KS5105 und 03KS5105-1; Förderzeitraum Klimaschutzmanagement: 01.05.2014 - 30.04.2017 und 01.05.02017 - 30.04.2019).

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.