Gemeinde Senden

Seitenbereiche

Volltextsuche

Seiteninhalt

Abwassergebühren

Abwassergebühren werden erhoben für die Inanspruchnahme der öffentlichen Abwasseranlagen und setzen sich zusammen aus Niederschlags- und Schmutzwassergebühren. Tagtäglich wird sauberes Frischwasser aus dem Trinkwassernetz entnommen und z. B. durch Waschen, Haushaltsgebrauch, die Toilettenspülung oder gewerbliche Prozesse verschmutzt. Nach Gebrauch fließt das Brauchwasser über die öffentlichen Straßenkanäle zur Kläranlage.

Die Beseitigung des Abwassers verursacht Kosten, die von den Benutzern der Kanalisation über die Zahlung von Abwassergebühren zu finanzieren sind. Nach Art der Inanspruchnahme unterscheidet man zwischen Schmutzwassergebühren und Niederschlagswassergebühren.

 Die Gebühren für 2019 auf einen Blick:

 Schmutzwassergebühr:                     2,13 €/m³

Niederschlagswassergebühr:            0,33 €/m²

 Die Höhe der Gebühr richtet sich beim Schmutzwasser nach dem Frischwasserverbrauch (in m³). Die Berechnung der Schmutzwassergebühren erfolgt nach dem sogenannten „Frischwassermaßstab“. Grundlage ist grundsätzlich der Wasserverbrauch des vorletzten Kalenderjahres. Dieser kann in der Regel der Abrechnung der Gelsenwasser AG entnommen werden.

 Sofern ein Teil der bezogenen Frischwassermenge nicht in die Abwasseranlage eingeleitet wird (z. B. Gartenbewässerung/Gartenwasser), kann auf formlosen Antrag eine Befreiung von der Schmutzwassergebühr für die nicht eingeleiteten Frischwassermengen gewährt werden.

Bei diesen Wasserabzugsmengen ist der Nachweis grundsätzlich über einen ordnungsgemäß funktionierenden und geeichten Zwischenzähler / Gartenwasserzähler, der auf eigene Kosten einzubauen und zu warten ist, zu erbringen. Dieser Zwischenzähler wird bei ordnungsgemäßer Anbringung seitens der Gemeinde Senden verplombt und dann während der Eichzeit des Zwischenzählers (bei einem neuen Zähler sind dies in der Regel sechs Jahre) anerkannt. Bitte überprüfen Sie, ob sich die Anschaffung und Installation eines Zwischenzählers - unter Berücksichtigung der anfallenden Kosten und Gebühren - lohnt. Die weiteren zu beachtenden Voraussetzungen sowie die anfallenden Gebühren entnehmen Sie bitte dem Merkblatt:

Formular "Merkblatt - Abzugsmengen bei der Schmutzwassergebühr"

 Die Niederschlagswassergebühr bemisst sich nach der Quadratmeterzahl der bebauten (bzw. überbauten) und / oder befestigten Grundstücksfläche (in m²), von denen Niederschlagswasser leitungsgebunden oder nicht leitungsgebunden abflusswirksam in die gemeindliche Abwasseranlage gelangen kann. Zu den gebührenpflichtigen Niederschlagsflächen können auch teilversiegelte Flächen zählen (z. B. Ökopflaster oder Schotterflächen), sofern von diesen Flächen bei einem Starkregenereignis Niederschlagswasser in die gemeindliche Abwasseranlage gelangen kann (z. B. aufgrund eines Gefälles). Die jeweiligen Werte werden dann mit dem jährlich ermittelten Gebührensatz multipliziert.

 Die vierteljährlichen Fälligkeiten (zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November) für die fälligen Benutzungsgebühren werden im Abgabenbescheid festgesetzt (in der Regel zusammen mit der Grundsteuer).

 Es ist auch möglich, die Benutzungsgebühren (einschließlich der Grundsteuer) in einer Summe zu zahlen. Hierfür ist bis zum 30.09. eines Jahres ein schriftlicher Antrag erforderlich. Der Antrag bewirkt, dass die Benutzungsgebühren (einschließlich der Grundsteuer) ab dem Folgejahr jeweils zum 01.07. in einer Summe zu zahlen sind.

Formular „Jahreszahlerantrag Grundbesitzabgaben

 Soll der Abgabenbescheid nicht an Sie als Eigentümer, sondern an eine andere Person gesandt werden, reichen Sie bitte das ausgefüllte Formular ein. Beachten Sie bitte hierbei, dass trotz der Zustellvollmacht weiterhin die Eigentümer grundsätzlich abgabepflichtig bleiben:

Formular „Zustellvollmacht für Grundbesitzabgaben“

 Sie erleichtern sich und uns die Arbeit, wenn Sie der Gemeinde ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen:

Formular „Lastschriftmandat für wiederkehrende Zahlungen“

Mit Fragen zu den Abgabenbescheiden wenden Sie sich an die Kolleginnen und Kollegen im Bereich „Steuern und Grundbesitzabgaben“ des Fachbereiches II – Finanzen und Liegenschaften. Sie sind auf den Bescheiden als Ansprechpersonen genannt:

Ansprechpartner/innen

 

Bei Fragen zur Gebührenkalkulation an sich steht Ihnen zur Verfügung:

Ansprechpartner

 

Bei technischen Fragen wenden Sie sich an die Kolleginnen und Kollegen im Tiefbau aus dem Fachbereich IV – Bauen und Planen:

Ansprechpartner

 

Nachfolgend finden Sie die Entwicklung der Abwassergebühren in der Gemeinde Senden.

Die Gebühren werden jährlich neu berechnet.

 

Jahr

Schmutzwassergebühr

(in € je m³ Frischwasserverbrauch)

Niederschlagswassergebühr

(in € je m² bebaute und/oder befestigte Grundstücksfläche)

2009

1,69

0,25

2010

1,74

0,24

2011

1,74

0,27

2012

1,73

0,30

2013

1,98

0,31

2014

1,92

0,31

2015

1,92

0,31

2016

1,92

0,34

2017

2,05

0,37

2018

2,13

0,33

2019 2,13 0,33

  

Sendens Gebühren im Landes- und Kreisvergleich

 

Auf Basis der Gebührensätze für das Jahr 2019 ergibt sich im Vergleich zu 2018 für einen 4-Personen-Musterhaushalt (= Musterhaushalt des Bundes der Steuerzahler, BdSt) mit 200 cbm Frischwasserverbrauch und 130 qm gebührenrelevanter Fläche folgende jährliche Gebühr:

 

2019

Gebühren-

sätze Senden

4-Personen-

Musterhaushalt

 

 

SW

2,13 €/cbm

200 cbm

426,00 €

Schmutzwassergebühr

RW

0,33 €/qm

130 qm

  42,90 €

Niederschlagswassergebühr

 

 

 

468,90 €

 

2018

Gebühren-

sätze Senden

4-Personen-

Musterhaushalt

 

 

SW

2,13 €/cbm

200 cbm

426,00 €

Schmutzwassergebühr

RW

0,33 €/qm

130 qm

  42,9 €

Niederschlagswassergebühr

 

 

 

468,90€

 

 

Insgesamt liegen die Abwassergebühren in der Gemeinde Senden landesweit nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Die durchschnittliche Schmutzwassergebühr in 2018 lag bei 3,00 €/cbm und die durchschnittliche Niederschlagswassergebühr bei 0,83 €/qm (Quelle: Erhebung des Bundes der Steuerzahler NRW, 2018).

Zum Vergleich: Ein 4-Personen-Musterhaushalt mit 200 cbm Frischwasserverbrauch und 130 qm vollversiegelte Fläche zahlte 2018 in NRW durchschnittliche Abwassergebühren von 707,90 €; ein um rund 239,00 € (=+51,0 %) höherer Betrag als in der Gemeinde Senden im Jahre 2018.

Im Kreis Coesfeld ist die Gemeinde Senden in 2018 weiterhin ein der Kommune mit den geringsten Gebührenbelastung aus der Entwässerung.